Durch das Gewicht von angetautem und wieder gefrorenem Schnee kam es in Bodenburg (Bad Salzdetfurth) zum Einsturz eines Hühnergeheges. „Es hat laut gescheppert, und als ich nach draußen geschaut habe, war das Gehege zusammengebrochen“ sagte Virginia Brunn (38, Bewohnerin des angrenzenden Hauses). Verletzt wurde niemand – alle Hühner haben sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Innenstall aufgehalten. Eine Sprecherin der Hühner (Rocamadour, Junghenne, 1) wies allerdings daraufhin, dass die ohnehin schwierige Situation der Hühner durch eine unzureichende Versorgung mit Mehlwürmern noch verschärft werde. Die bereits begonnenen Aufräumarbeiten mussten witterungsbedingt unterbrochen werden. Der Wiederaufbau des Außengeheges ist vorgesehen, sobald die Temperaturen es zulassen. (orp)
Letzten Sommer haben wir drei Grünlegerhühner ausgebrütet – das hier ist der junge Rilke, der, weil er ein Hahn ist, leider kurz nach dem Foto umziehen musste – wir haben ja schon Paris Hilton.
Um es noch einmal zu betonen, wir (die Dauerbewohner*innen) sind meist unschuldig an den Hühnernamen, die dürfen Gäste und HelpXer*innen vergeben! Deswegen heißt Rilkes Schwester auch Rocamadour, was wir zwei französischen HelpXer*innen zu verdanken haben…
Bis zum Mai stand hier ja gelegentlich was, in der zweiten Hälfte des Jahres war dann so viel los, dass wir nicht mehr zum Schreiben gekommen sind. Darum will ich mal ein paar von unseren Abenteuern im Rückblick berichten.
Im Juni hatte wir (dank Internetplattform HelpX, über die man Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung tauschen kann) total viel Hilfe: Zwei französische Studis sind für den ganzen Sommer bei uns eingezogen. Sie konnten überraschenderweise ein Pflichtpraktikum für die Uni bei uns machen. Außerdem kamen noch zwei tolle Menschen aus Spanien. Da haben wir schnell mal provisorisch ein zusätzliches Zimmer eingerichtet. An nur einem Tag!
Und waren schließlich mit unserem Werk ganz zufrieden.
Die Crew hat sich gleich ans Werk gemacht und unter anderem den Garten umgestaltet und die Yoga-Plattform/Bühne erweitert.
Wir haben allerdings nicht nur geackert, sondern auch viel zusammen unternommen, unter anderem waren wir bei der Feté de la Musique in Hannover. Ich habe leider kein Foto mit Musik und Menschenmenge gefunden, aber eins vom Eiscafé vorher.
Mir fällt erst jetzt die geblümte Kleidung auf. War nicht abgesprochen!
Das Jahr der Großen Baustellen hat offiziell begonnen!
Die eigentliche Idee war: „Wenn wir schon mal das Dach neu decken lassen, dann können wir auch gleich die Geschossdecke isolieren“ – nun war der Zimmermann in seiner Jahresplanung aber schon weiter als der Dachdecker, so dass wir mit dem Geschossdecken-Isolieren angefangen haben.
Wir haben im Haus genug Platz, den Dachboden auszubauen ist deswegen nicht notwendig, und da macht es mehr Sinn, einfach den Dachboden-Fußboden zu isolieren.
Vorher…
Dafür mussten wir als erstes den Dachboden leer räumen, ein großes Unterfangen, weil, wenn man schon mal 120 m² Lagerraum hat, will man ihn auch nutzen. Dazu kommen all die Dinge, die schon immer auf dem Dachboden waren: verschiedenste Generationen an gelagerten Dachziegeln, alte Betten, alte Teppiche oder eine coole Ritterburg aus alten Obstkisten.
Dafür haben wir ein Wochenende mit ein paar Helfer*innen geräumt, und dann habe ich noch eine Woche lang weiter gemacht und zumindest die Hälfte der vielen Dachziegel zum Bauschuttrecycling gebracht. Sehr geholfen hat dabei, dass die alte Winde auf dem Dachboden noch voll funktionsfähig ist.
Ich fand es ausgesprochen befriedigend, einmal „Klar Schiff“ zu machen und ein aufgeräumtes Oberstübchen zu haben (das wir später wieder vollräumen werden: im Moment sind wir nur zu dritt im Haus, so dass ein leeres Mitbewohni-Zimmer jetzt bis zur Decke voll mit Kisten ist.).
Zwischendurch – hier sieht man zwei Lagen Holzweichfaserplatte.
Die Dachbodenisolierung ging dann ziemlich schnell und hat nur eine Woche gedauert: auf den Estrich kam eine Folie für die Dampfbremse, darauf eine Unterlage aus Konstruktionsvollholz, die mit Holzweichfaserplatte gefüllt wurde, und mit OSB-Platte abgedeckt – korrekter, und besser für die Atmungsaktivität wäre ein Abdeckung aus Vollholz, aber da hatte dann der Geldbeutel Vorrang… das Dach muss ja auch noch bezahlt werden.
Hier legt Lotti ein Ei, und Cordula steht schräg auf ihr drauf und legt auch ein Ei – nicht, dass es nicht noch zwei geräumige Legenester geben würde… Im Wechsel ist immer ein Legenest das Beste, und da wird dann Schlange gestanden und sich beschwert, wenn es besetzt ist. Oder eine Hühnerpyramide gebaut.
Vor zwei Blogposts lag noch Schnee – jetzt blühen die Bäume. Der Pfirsichbaum war eines Tages einfach da, den Kirschbaum habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Beim Pfirsichbaum wussten wir erst gar nicht, was das für eine Pflanze war, irgendwann konnte man es dann erkennen (zumindest mithilfe von Flora Incognita). Wir haben uns lange nicht vorstellen können, dass das Bäumchen durchhält, das hat es aber. Es sind sogar Pfirsiche daran gewachsen im vergangenen Jahr.
Der Kirschbaum war Namensgeber für unser kleines Gästezimmer. Es heißt „KBOFF“, das ist eine Abkürzung für „Kirschblütenblick of the Future“. Mittlerweile kann man die Kirschblüten tatsächlich aus dem Fenster sehen.
Und sonst so? Wir haben wieder viele Baustellen, viele Übernachtungsgäste, und mittelfristig wird ein Zimmer frei. Erstmal ist es aber Zwischenlager für den Dachboden, die Baustelle zeigen wir vielleicht mal in einem anderen Blogpost.