Lithium-Akkus sicher verstaut

Schon seit dem April hat Kerstin mit Handwerker*innen und Freiwilligen jede Menge große und kleine Baustellen in Angriff genommen. Darum gab´s auch im Mai und Juni keinen Blogpost. Mit den Baustellen und zusätzlichen Alltagsproblemen bzw. -Katastrophen blieb dafür einfach keine Zeit.

Insgesamt ist sehr viel passiert, auch viel größere Bauarbeiten. Vielleicht kommt dazu noch was, aber hier hatte ich die Fotos schnell zur Hand. Hintergrund: Lithium-Akkus sind ja bekanntlich nicht ganz ungefährlich, neigen dazu, in Flammen aufzugehen und sollten darum an einem sicheren Ort geladen werden. Darum haben Raphael und Alexandre zwei Ladestationen gebaut. Eine für die Akkuschrauber und ähnliche Geräte, und eine für die Walkie-Talkies, die wir manchmal auf der Baustelle benutzen. Eher, weil mir das soviel Spaß macht als dass es wirklich nötig wäre. Aber manchmal ist es tatsächlich ganz praktisch!

Die neue Ladestation für Akku-Geräte in der Werkstatt. Die Teile gab´s im Baumarkt.
Die Ladestation für die Walkie-Talkies war früher eine Munitionskiste. Mit Disco-Beleuchtung, damit man die schwarzen Funkgeräte in der schwarzen Box sehen kann.

Trotz allem… wird es Frühling

Die ersten Blüten vom Kirschbaum

Februar und März waren Monate mit ziemlich vielen Katastrophen – in der großen Welt, aber auch in der kleinen Welt um uns herum und sogar hier auf dem Hof. Eine unserer Rettungshennen ist schwer krank geworden und gestorben. Das ist immer zu erwarten, aber auch immer traurig. Allerdings ist sie fast vier Jahre bei uns gewesen und war glücklich in der Hühnerschar. Sie hatte also ein recht langes und erfülltes Legehennen-Leben. Leb wohl, kleines Huhn!

Legehenne José Carlos zu ihren besten Zeiten – das weiße Huhn im Hintergrund, ich glaube, sie frisst gerade unsere Blumen oder Erdbeeren

Das neue Außengehege für die Hühner ist schon ganz gut erkennbar. Kerstin arbeitet unermüdlich daran, und gelegentlich kommt jemand zum Helfen vorbei. Ein bisschen wird es aber wohl noch dauern.

Der aktuelle Stand der Außengehege-Baustelle

Die Hühner müssen so lange durch die Werkstatt gehen, wenn sie rauswollen – es ist nämlich wegen Vogelgrippe auch noch Stallpflicht, und sie dürfen nur überdacht und spatzensicher nach draußen.

Die Hühner unter der Plattform

Im Vergleich nur Kleinigkeiten: Waschmaschine und Spülmaschine sind auch noch kaputtgegangen. Sind aber beide schon repariert beziehungsweise ersetzt. Und jetzt scheint die Sonne, und die ersten Blumen blühen.

Hühnergehege eingestürzt

Durch das Gewicht von angetautem und wieder gefrorenem Schnee kam es in Bodenburg (Bad Salzdetfurth) zum Einsturz eines Hühnergeheges. „Es hat laut gescheppert, und als ich nach draußen geschaut habe, war das Gehege zusammengebrochen“ sagte Virginia Brunn (38, Bewohnerin des angrenzenden Hauses). Verletzt wurde niemand – alle Hühner haben sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Innenstall aufgehalten. Eine Sprecherin der Hühner (Rocamadour, Junghenne, 1) wies allerdings daraufhin, dass die ohnehin schwierige Situation der Hühner durch eine unzureichende Versorgung mit Mehlwürmern noch verschärft werde. Die bereits begonnenen Aufräumarbeiten mussten witterungsbedingt unterbrochen werden. Der Wiederaufbau des Außengeheges ist vorgesehen, sobald die Temperaturen es zulassen. (orp)

Huhn des Monats

Ein Junghuhn mit einem witzigen Backenbart starrt direkt in die Kamera.

Letzten Sommer haben wir drei Grünlegerhühner ausgebrütet – das hier ist der junge Rilke, der, weil er ein Hahn ist, leider kurz nach dem Foto umziehen musste – wir haben ja schon Paris Hilton.

Um es noch einmal zu betonen, wir (die Dauerbewohner*innen) sind meist unschuldig an den Hühnernamen, die dürfen Gäste und HelpXer*innen vergeben! Deswegen heißt Rilkes Schwester auch Rocamadour, was wir zwei französischen HelpXer*innen zu verdanken haben…

Rückblick auf den Sommer der Großen Baustellen – Juni 2025

Bis zum Mai stand hier ja gelegentlich was, in der zweiten Hälfte des Jahres war dann so viel los, dass wir nicht mehr zum Schreiben gekommen sind. Darum will ich mal ein paar von unseren Abenteuern im Rückblick berichten.

Im Juni hatte wir (dank Internetplattform HelpX, über die man Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung tauschen kann) total viel Hilfe: Zwei französische Studis sind für den ganzen Sommer bei uns eingezogen. Sie konnten überraschenderweise ein Pflichtpraktikum für die Uni bei uns machen. Außerdem kamen noch zwei tolle Menschen aus Spanien. Da haben wir schnell mal provisorisch ein zusätzliches Zimmer eingerichtet. An nur einem Tag!

Und waren schließlich mit unserem Werk ganz zufrieden.

Die Crew hat sich gleich ans Werk gemacht und unter anderem den Garten umgestaltet und die Yoga-Plattform/Bühne erweitert.

Wir haben allerdings nicht nur geackert, sondern auch viel zusammen unternommen, unter anderem waren wir bei der Feté de la Musique in Hannover. Ich habe leider kein Foto mit Musik und Menschenmenge gefunden, aber eins vom Eiscafé vorher.

Mir fällt erst jetzt die geblümte Kleidung auf. War nicht abgesprochen!