Ein frohes neues Jahr!

Vor einem leeren Türrahmen hängt eine bunte Decke. Es liegen Werkzeuge herum.
Renovier-Schick.

… wünschen wir allen, die auf unserer Internetseite vorbeischauen. In den letzten Monaten haben mal wieder ziemlich wenig geschrieben. Wie das so ist, man hat immer so viel zu tun. Ein erfreulicher Grund: Kerstin hat einen neuen Job! Zwei Tage die Woche arbeitet sie in einem kleinen Outdoorladen in der großen Stadt. Sie ist ganz glücklich mit Kolleginnen, Kollegen und Chefs. Aber sie hat natürlich auch zwei Tage weniger Zeit für Haus, Katzenbilder und Organisation. Dafür macht Gini jetzt ein bisschen mehr Organisation.

Was es sonst noch neues gibt: Die Bahn nach Bodenburg betreibt nicht mehr die Nordwestbahn, sondern eine DB-Tochter. Die haben neulich immerhin schon mal einen Schienenersatzverkehr hinbekommen statt einen ersatzlosen Zugausfall. Die Verkehrswende kommt voran in Bodenburg!

Das Gästezimmer ist erstmal wieder außer Betrieb, bis die verschiedenen Regierungen und wir einen Plan für den Infektionsschutz haben. Leider, denn im letzten Jahr haben uns die zusätzlichen Einnahmen wirklich geholfen. Und wir haben immer wieder interessante Leute kennengelernt: Vietnamesische Sushi-Köche, Radfahrer*innen und Hochzeitsgäste zum Beispiel.

Wilma und seine Mädels nehmen ein Staubbad.

Außerdem wohnen jetzt seit einigen Monaten drei Lachshuhn-Damen bei uns. So ist Hahn Wilma nicht mehr alleine. Die drei sehen fast gleich aus und heißen darum Vroni, Fanny und Phryne. Sie sind sehr puschelig. Damit man sie unterscheiden kann, hat Kerstin eine Bestimmungskarte gemalt.

Neues im Hühnerstall

Wer in den letzte Monaten zu Besuch war, hat es wahrscheinlich schon gesehen, für die anderen zeigen wir mal ein paar Fotos: Im Verlauf des vergangenen Jahres haben die Hühner eine neue Inneneinrichtung bekommen! Gebaut hat wie üblich überwiegend Kerstin.

Innengehege mit Tiefstreu zum Scharren, Raumteiler, Sitzmöbeln und Verstecken

Das Innegehege hat neue Sitzmöbel und Verstecke bekommen. Die finden die Hühner schon sehr toll, aber die grandioseste Neuerung ist die Tiefstreu. Statt mit Stroh ist der Stall mit Kompost eingestreut. Der erzeugt ein bisschen Wärme, ganz ohne Strom oder fossile Brennstoffe zu verbrauchen, und die darin enthaltenen Bakterien zersetzen den Hühnermist, so dass wir viel weniger ausmisten müssen. Und man kann darin wundervoll nach irgendwelchen Resten und kleinen Insekten scharren!

Die Wand unter dem Fenster ist neu verputzt und gekalkt.

Die mit Kalkfarbe gestrichenen Wände sehen richtig edel aus. Weil Kalkfarbe alkalisch ist, schimmeln sie nicht.

Das neue Lieblingsnest am Außengehege

Versteckt hinter dem Haselnussbusch und hinter einem geblümten Vorhang liegt das wundervolle neue Legenest. Weil es sich zu beiden Seiten öffnen lässt, können wir hier auch eine brütende Henne von den anderen Hühnern abtrennen. Bei gutem Wetter wollen alle Hennen nur noch in dieses Nest, und auch bei den Kaninchen kommt es gut an. Bei Regen bleiben die Damen aber doch lieber in ihrem neugestalteten Innengehege, weil sich die Voliere dann in ein einziges Schlammloch verwandelt.

Es geht voran im Haus

Im letzten Beitrag haben Kerstin und Astrid ja eine ganze Menge zum Kikeriki-Festival geschrieben. Da ist die Webseite übrigens fertig, ihr könnt sie euch jetzt unter kikeriki-festival.de ansehen. Das ist aber nicht das Einzige, womit wir uns in der letzten Zeit beschäftigt haben:

Für den Winter haben wir – schon im Herbst – neue Vorhänge gegen Zugluft für den Flur genäht. Sie sind aus schwerem feuerfesten Stoff und waren darum nicht ganz einfach zu verarbeiten. Wir waren zu dritt mehrere Abende lang beschäftigt! Ich finde, es sieht ein bisschen aus wie im Theater.

Ein roter Vorhang vor der Eingangstür.

Im Hauswirtschaftsraum gibt es seit dem Herbst zwei abschließbare Medikamentenschränke. Obendrüber ist der neue Router – unser Internet läuft jetzt über ein Glasfaserkabel. Das können wir gar nicht voll ausnutzen, weil unser WLAN langsamer ist als die neue Telefonleitung, aber man merkt schon einen Unterschied. Irgendwann demnächst wollen wir noch ein paar LAN-Kabel verlegen, dann wird es in den einzelnen Räumen noch mal schneller. Herzlichen Dank für die Hilfe beim Kabel-Basteln an Volker!

Die Medikamentenschränke im Hauswirtschaftsraum. Das WLAN ist unsichtbar.

August-Hühner

Das sind Dido und Castor. Wie man sieht, haben sie bei uns ein entspanntes Dasein, aber sie hatten einen etwas dramatischen Lebensanfang: sie kommen aus dem Wendland (deswegen Castor….), wo die Henne eines Bekannten angefangen hat, sie auszubrüten, dann aber dabei unterbrochen wurde (eine Nachbarin, die auf die Hühner aufgepasst hat, hat der Henne die Eier weggenommen). Der Bekannte ist schnell ins Auto gesprungen und hat die angebrüteten Eier zu uns gefahren, damit wir sie Eric, die auch gebrütet hat, unterschieben konnten. Ein Küken ist noch auf der Autobahn geschlüpft!

Ein weiteres hat Eric noch ausgebrütet, dann ist der Bekannte mit den beiden Küken wieder nach Hause gefahren, und wir dachten, dass wir Eric alle restlichen Wendland-Eier wieder weggenommen hätten… Aber Pustekuchen! Zwei Tage später habe ich die Eierschublade unter Eric aufgezogen (die natürlich im Lieblings-Legenest gebrütet hat), und darin lag ein unterkühltes Küken. Es war durch das Loch unter Eric in die Schublade gefallen. Ich habe es unter meinem Pullover gewärmt, dann haben wir es unter Rotlicht gesetzt, und es war schnell wieder munter und hat gefressen.

Und zwei weitere Tage später piepst es unter Eric, und siehe da, noch ein Wendland-Küken. Die beiden wachsen nun zusammen auf und sind unzertrennlich.

Je ne regrette rien!

Ich sollte nicht so laut kundtun, dass ich nie wieder Hühnerdeko haben möchte: das ist das achtzig Jahre alte Schaukelpferd meines Vaters! Meine Mutter hat es mir gegeben, damit ich es auf dem Flohmarkt verkaufe, aber ich weiß noch nicht, ob ich das über mich bringe. Und dann hat Jan diesen wunderschönen Haken mit geschnitztem Hahn bekommen, und ich habe den Kräutertee unter anderem gekauft, weil ein Hahn auf der Packung ist.

Prinzessin Leia auf dem Weg der Besserung

Vor ein paar Wochen bin ich morgens die Hühner füttern gegangen, und Leia wollte nicht mehr laufen! Sie ist von der Stange runtergeflattert und dann einfach wie in Schockstarre sitzen geblieben. Ich habe sie an die warme Heizung reingeholt, und wir haben festgestellt, dass sie ihr rechtes Beinchen nicht belasten konnte.

Wir waren zweimal mit ihr beim Tierarzt, der nichts feststellen konnte, außer dass die Muskeln an dem Bein schon ganz atrophiert waren (wir hatten vorher nie gemerkt, dass sie gehumpelt hätte!), und ihr Cortison, Schmerzmittel und Vitamin B12 gegeben hat.

Wir haben sie also in der Waschküche an der Heizung behalten und ihr gutes Futter gegeben. Außerdem haben wir sie gebadet. Sie war ziemlich schmutzig und hatte unter den Flügeln ganz verfilzte Flaumfedern. Wahrscheinlich ist ihr mit dem schmerzenden Bein das Putzen schwer gefallen? Sie hat es seelenruhig ertragen und das Fönen hinterher richtig genossen.

Dinge, von denen ich nicht gedacht hätte, dass ich sie mal tue Nr. 137: Ein Huhn trockenfönen.

Das Beinchen wird langsam besser, sie belastet es schon wieder ein wenig, und sie geht nun tagsüber raus auf den Hof und scharrt (noch etwas vorsichtig) im Kompost. Wir halten sie noch von den anderen getrennt, das wäre doch etwas stressig, besonders durch die beiden hormongepumpten Junghähne, die es dann voll ausnutzen, dass sie schlecht wegrennen kann. Hier ist ihre Pausenecke.

Und seit gestern hat sie raus, wo das Frühstück herkommt. Dann hüpft sie morgens um sieben die Treppe der Waschküche hoch und guckt mal, wo denn das Essen so lange bleibt.

Breakfeast Bowl für Küken

Weil uns am Wochenende das Körnerfutter ausgegangen ist, haben wir aus getrockneten Brennnesseln, Haferflocken und Futtermöhren selbst Futter gemischt. Die Hühner finden das super, ich glaube, besonders weil sie diese Mischung auch als Kükenfutter bekommen haben.

Das waren also anstrengende Zeiten letzten Sommer! Jeden Morgen habe ich Brennnesseln kleingehackt, Möhren gerieben, Bierhefe dazu gegeben. Wir hatten im Sommer eine Mitbewohnerin auf Zeit, die mir interessiert dabei zugeguckt hat, und erst, als ich gekochte Eier mit der Schale kleingedrückt und dazugegeben habe, hat sie mich gefragt, ob das Essen für mich oder für die Hühner zum Frühstück ist… Seitdem heißt es bei uns Hühner Breakfeast Bowl. Das Rezept ist von Happy Huhn, unserem Lieblings-Hühner-Youtube-Kanal.

Mini-Paul und Prillan suchen ein neues Zuhause

Unsere beiden Junghähne, die letzten Sommer geschlüpft sind, sind jetzt groß und müssen langsam umziehen.

Mini-Paul heißt so, weil er unserem Ex-Hahn Paul sehr ähnlich sieht, Prillan haben zwei Freundinnen so genannt, nach der Henne bei Pettersson und Findus. Als wir noch dachten, dass Prillan ein Mädchen ist. Aber hey, fuck the gender binary!

Mini-Paul ist ein hübscher schwarz-bunter Kerl und liebt Tomaten. Manchmal schafft er es, auszubrechen, und dann rennt er zum Tomatenbeet und guckt nach, ob Tomaten runtergefallen sind. Auch jetzt noch, wo das Beet komplett kahl ist.

Prillan ist weiß und orange-braun, sehr zahm und steht auf Möhren. Wenn man im Stall ist, läuft er einem hinterher, quengelt ein bisschen und zupft am Hosenbein.

Beide werden von unserem Chefhahn Ifirn gut erzogen. Wenn sie sich streiten, sorgt er für Ruhe.

Aber drei Hähne sind einfach zuviel für acht Hennen, und so brauchen die beiden ein neues Zuhause.

Was tun mit den ganzen Hühnern?


Wenn man „fachwerkhuhn“ heißt, kriegt man erstaunlich viel Hühnerdeko geschenkt (wir hätten uns „fachwerkgold“ nennen sollen. Oder zumindest „fachwerkkeks“!). Und Huhn-Keksausstecher. Und Hühnerservietten.

Anlässlich Weihnachten anbei eine Warnung an alle, die uns weitere Hühnerdeko schenken wollen: ich habe jetzt einen Aufbewahrungsort gefunden. Für alle Hühner.

Im Hühner-Voodoo-Altar in der guten Stube. Wer denkt bei Hühnern nicht sofort an Voodoo? Wahrscheinlich niemand außer mir… Da ist meine morbide Ader wieder zum Vorschein gekommen. Aber er macht sich gut in der Stube, der Altar.