Irgendjemand hier mag Star Wars…

Zwei junge Hühner vor dem Stall
Paul und Malle im winterlichen Sonnenschein

… könnte man denken, wenn man sich unsere Hühnernamen anguckt. Bei den „Alten“ gibt es schon Hahn Solo und Putme Amidala, und nun haben wir Freunde gebeten, den Küken Namen zu geben. Anais, die uns letzten Sommer so viel geholfen und die Hühnerstall-Inneneinrichtung gestaltet hat, hat ein weißes (mittlerweile mehr so schmutzig-weiß – es kriegt gelbe Federn am Hals) Mallorca genannt, weil das „die letzte deutsche Kolonie“ wäre. Daraus ergibt sich automatisch ein gangbarer Spitzname: Mallöööhh! Unsere Mitbewohnerin Tanja und ihr Mann Gunnar haben ihre Hühner Else Christel und Paul genannt (nach zwei weiblichen Vorbildern und einem Pinguin), und Elisabeth und André, die den Hühnerstall gebaut haben, haben die letzten beiden weißen Küken Ifirn (eine Göttin bei Das Schwarze Auge) und – Leia! getauft. Jetzt haben wir drei Krieg-der-Sterne-Hühner.

Hühnchen/Hähnchen

Sie werden so schnell groß, die Kleinen! Ich schwöre, wenn man nicht hinguckt, wachsen sie mindestens einen Zentimeter.

Die beiden kleinen grauen Küken von Eric sind schon richtige Teenager, und beide kriegen so spitze, lange Federn am Hals, dass wir fürchten, sie werden Hähne…

Slartibartfaß‘ Küken kann am besten fliegen, und alle haben schon gelernt, dass man, wenn man gutes Essen gefunden hat, damit schnell wegrennt, damit es einem keiner wegnimmt.

Slarti und ihr Küken auf dem Rand ihres Käfigs

 

Küken!

Kleines, gelbes Küken in der HandEin Grund, warum Astrid am Wochenende nicht in Braunschweig war, sondern in Bodenburg, ist offensichtlich: Küken. Unsere drei Hennen haben insgesamt fünf Küken – jupp, das ist ziemlich wenig, aber uns reicht es.

Wegen der Kälte mussten die Kleinen mit ihren Glucken in unsere „Bastelküche“ umziehen, wo jetzt jedesmal, wenn man durchgeht, das große Gepiepse ausbricht. Sie haben nämlich schon gelernt: Menschen = Essen.

Eric und ihre beiden grauen Küken

 

Aufregend.

Slartibartfaß brütetVor ein paar Wochen haben drei von unseren Hühnern (genauer gesagt, erst Eric, dann Slartibartfaß, dann Putme) angefangen zu brüten. Eigentlich ist es ein wenig spät im Jahr, und eigentlich sind es Legehybriden, die sonst nicht gerne brüten, und unser armer Hahn Solo ist zur Zeit nicht auf der Höhe, so dass wir nicht sicher waren, ob er seine Hahnpflichten wirklich erfüllt hat und die Eier befruchtet waren – aber wenn so ein Huhn erst einmal beschlossen hat, zu brüten, kann man da nicht viel machen: zwischenzeitlich haben wir versucht, Eric in ein anderes Nest umzusiedeln, weil sie im allgemeinen Lieblings-Eier-Legenest saß, und es jeden Morgen Proteste und Gezeter gab, weil die anderen versucht haben, sich zu Eric ins Nest zu drängen. Aber Eric ist ungefähr eine halbe Stunde im neuen Nest geblieben, um dann wieder ins alte zurückzukehren und dort weiter zu brüten. Ohne Eier. Also haben wir ihr ihre Eier wieder gegeben und einfach mal abgewartet.

Und vorsichtshalber doch schon mal eine Wärmelampe gekauft. Und Kükenfutter. Und wirklich, seit Freitag gibt es zwei kleine, schwarze Küken. So. Aufregend!

Nun haben wir Eric doch umgesiedelt (oben sieht man das Küken beim Transport, meistens sitzen sie unter Eric) in einen Kükenstall, damit die Kleinen in Ruhe groß werden können, aber wir müssen schon alle fünf Mal am Tag nach gucken, ob man zufällig gerade ein Küken am Futternapf sieht.

Und seit heute piepst es in einem Ei von Slartibartfaß!

Ansonsten sieht unser Hof gerade so aus:

Hof mit großem GrabenDie Bleileitung kommt raus! Und Astrid und Tanja bekommen richtige Heizungen! Und Tanja zieht ein! Und Kerstins Zimmer wird morgen blau gestrichen!

Extrem aufregende Woche.

Findet ein Huhn ein Einweckgummi…

Putme in ihrem Quarantänekäfig auf Hndtüchern mit gelber Wasserschale direkt nach der OP.
Eine kranke und benommene Putme.

Was sich anhört wie der Beginn eines schlechten Witzes, war eine ernste Angelegenheit, die unsere Königsberger Henne Putme beinahe das Leben gekostet hätte…

Königsberger sind eine wunderschöne Hybridrasse, und, laut Rassebeschreibung „ruhig, zutraulich und gut verträglich mit anderen Hühnern“. Putme ist eindeutig Chefin unserer Hühner, lässt sich sehr schwer einfangen und hat keine Hemmungen, für ein Stück Champignon auf allen rumzuhacken und dann damit mit Geräuschen wie ein kleiner Tyrannosaurus Rex davon zu rennen („Roaaarrrrr!“). Sie verschlingt gierig fast alles, was sie vor den Schnabel bekommt – vor ein paar Wochen dann auch ein Einweckgummi, schneller als wir schauen konnten.

Da es (natürlich) Samstag abend war, hatten wir anfangs Schwierigkeiten, einen Tierarzt zu finden. Nach ein bisschen googlen fand sich dann aber noch der Notdienst. Also riefen wir dort an, schilderten die Situation und fuhren dann nach Hildesheim, mit Putme im Gepäck. Die Ärztin war sehr nett und sah die Patientin als ihr „Jugend-forscht“-Projekt an, weil sie seit dem Studium keine Hühner mehr behandelt hat. Nach einer unerfreulichen Stunde für Putme, in der ihr verschiedenste Haken in den Hals gesteckt wurden, musste dann doch eine Not-OP her, das Gummi war anders nicht mehr zu entfernen.

Die darauffolgenden Tage war Putme ganz alleine bei uns im Haus in einem Quarantänekäfig. Morgens und abends bekam sie Medikamente und stand oft nur vor Schmerzen blinzelnd im Käfig. Nach ein paar Tagen ging es ihr besser und sie hat angefangen, sich zu wehren, wenn wir sie hochnehmen wollten, und Ausbruchsversuche unternommen.

Anderthalb Wochen musste sie in Quarantäne bleiben, bis wir sie langsam und unter Aufsicht wieder zu den Anderen lassen konnten. Mittlerweile geht es ihr wieder gut, sie legt wieder Eier und hackt nach Anderen, wenn sie ihr Essen wegnehmen wollen.

Putme wieder gesund und munter, reißt ihren Schnabel weit auf.
Putme, der Mini-Dino

Die Hühner sind da!

Willkommensplakat für die Hühner Am Samstag, den 24.6.2017, sind endlich unsere Hühner eingezogen! In einer bemerkenswerten Aktion wurden die Hühner gekauft, beim Nachbarn versteckt, um schließlich in den Stall geschmuggelt zu werden. Dort wurde Astrid, die an dem Tag Geburtstag hatte, mit den neuen Mitbewohnern überrascht.

Seither leben sechs Hühner bei uns: die fünf Hennen Putme, Slatibartfast, Donnatella, Eric und Hades; sowie Ha(h)n Solo.

Die Hühner im Stall

Eine Woche darauf durften sie dann zum ersten Mal in den Außenteil ihres Stalls. Sehr aufregend, sowohl für die Hühner als auch für die Fachwerkhühner.

Die Hühner sind zum ersten Mal draußen