
Collagen-Workshop am 08.08.2026

Abenteuer mit dem Bauernhof


Februar und März waren Monate mit ziemlich vielen Katastrophen – in der großen Welt, aber auch in der kleinen Welt um uns herum und sogar hier auf dem Hof. Eine unserer Rettungshennen ist schwer krank geworden und gestorben. Das ist immer zu erwarten, aber auch immer traurig. Allerdings ist sie fast vier Jahre bei uns gewesen und war glücklich in der Hühnerschar. Sie hatte also ein recht langes und erfülltes Legehennen-Leben. Leb wohl, kleines Huhn!

Das neue Außengehege für die Hühner ist schon ganz gut erkennbar. Kerstin arbeitet unermüdlich daran, und gelegentlich kommt jemand zum Helfen vorbei. Ein bisschen wird es aber wohl noch dauern.

Die Hühner müssen so lange durch die Werkstatt gehen, wenn sie rauswollen – es ist nämlich wegen Vogelgrippe auch noch Stallpflicht, und sie dürfen nur überdacht und spatzensicher nach draußen.

Im Vergleich nur Kleinigkeiten: Waschmaschine und Spülmaschine sind auch noch kaputtgegangen. Sind aber beide schon repariert beziehungsweise ersetzt. Und jetzt scheint die Sonne, und die ersten Blumen blühen.


Durch das Gewicht von angetautem und wieder gefrorenem Schnee kam es in Bodenburg (Bad Salzdetfurth) zum Einsturz eines Hühnergeheges. „Es hat laut gescheppert, und als ich nach draußen geschaut habe, war das Gehege zusammengebrochen“ sagte Virginia Brunn (38, Bewohnerin des angrenzenden Hauses). Verletzt wurde niemand – alle Hühner haben sich zum Zeitpunkt des Unglücks im Innenstall aufgehalten. Eine Sprecherin der Hühner (Rocamadour, Junghenne, 1) wies allerdings daraufhin, dass die ohnehin schwierige Situation der Hühner durch eine unzureichende Versorgung mit Mehlwürmern noch verschärft werde. Die bereits begonnenen Aufräumarbeiten mussten witterungsbedingt unterbrochen werden. Der Wiederaufbau des Außengeheges ist vorgesehen, sobald die Temperaturen es zulassen. (orp)
Bis zum Mai stand hier ja gelegentlich was, in der zweiten Hälfte des Jahres war dann so viel los, dass wir nicht mehr zum Schreiben gekommen sind. Darum will ich mal ein paar von unseren Abenteuern im Rückblick berichten.
Im Juni hatte wir (dank Internetplattform HelpX, über die man Arbeit gegen Unterkunft und Verpflegung tauschen kann) total viel Hilfe: Zwei französische Studis sind für den ganzen Sommer bei uns eingezogen. Sie konnten überraschenderweise ein Pflichtpraktikum für die Uni bei uns machen. Außerdem kamen noch zwei tolle Menschen aus Spanien. Da haben wir schnell mal provisorisch ein zusätzliches Zimmer eingerichtet. An nur einem Tag!

Und waren schließlich mit unserem Werk ganz zufrieden.

Die Crew hat sich gleich ans Werk gemacht und unter anderem den Garten umgestaltet und die Yoga-Plattform/Bühne erweitert.


Wir haben allerdings nicht nur geackert, sondern auch viel zusammen unternommen, unter anderem waren wir bei der Feté de la Musique in Hannover. Ich habe leider kein Foto mit Musik und Menschenmenge gefunden, aber eins vom Eiscafé vorher.

Mir fällt erst jetzt die geblümte Kleidung auf. War nicht abgesprochen!
Das Jahr der Großen Baustellen hat offiziell begonnen!
Die eigentliche Idee war: „Wenn wir schon mal das Dach neu decken lassen, dann können wir auch gleich die Geschossdecke isolieren“ – nun war der Zimmermann in seiner Jahresplanung aber schon weiter als der Dachdecker, so dass wir mit dem Geschossdecken-Isolieren angefangen haben.
Wir haben im Haus genug Platz, den Dachboden auszubauen ist deswegen nicht notwendig, und da macht es mehr Sinn, einfach den Dachboden-Fußboden zu isolieren.


Dafür mussten wir als erstes den Dachboden leer räumen, ein großes Unterfangen, weil, wenn man schon mal 120 m² Lagerraum hat, will man ihn auch nutzen. Dazu kommen all die Dinge, die schon immer auf dem Dachboden waren: verschiedenste Generationen an gelagerten Dachziegeln, alte Betten, alte Teppiche oder eine coole Ritterburg aus alten Obstkisten.
Dafür haben wir ein Wochenende mit ein paar Helfer*innen geräumt, und dann habe ich noch eine Woche lang weiter gemacht und zumindest die Hälfte der vielen Dachziegel zum Bauschuttrecycling gebracht. Sehr geholfen hat dabei, dass die alte Winde auf dem Dachboden noch voll funktionsfähig ist.
Ich fand es ausgesprochen befriedigend, einmal „Klar Schiff“ zu machen und ein aufgeräumtes Oberstübchen zu haben (das wir später wieder vollräumen werden: im Moment sind wir nur zu dritt im Haus, so dass ein leeres Mitbewohni-Zimmer jetzt bis zur Decke voll mit Kisten ist.).

Die Dachbodenisolierung ging dann ziemlich schnell und hat nur eine Woche gedauert: auf den Estrich kam eine Folie für die Dampfbremse, darauf eine Unterlage aus Konstruktionsvollholz, die mit Holzweichfaserplatte gefüllt wurde, und mit OSB-Platte abgedeckt – korrekter, und besser für die Atmungsaktivität wäre ein Abdeckung aus Vollholz, aber da hatte dann der Geldbeutel Vorrang… das Dach muss ja auch noch bezahlt werden.

Vor zwei Blogposts lag noch Schnee – jetzt blühen die Bäume. Der Pfirsichbaum war eines Tages einfach da, den Kirschbaum habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen. Beim Pfirsichbaum wussten wir erst gar nicht, was das für eine Pflanze war, irgendwann konnte man es dann erkennen (zumindest mithilfe von Flora Incognita). Wir haben uns lange nicht vorstellen können, dass das Bäumchen durchhält, das hat es aber. Es sind sogar Pfirsiche daran gewachsen im vergangenen Jahr.


Der Kirschbaum war Namensgeber für unser kleines Gästezimmer. Es heißt „KBOFF“, das ist eine Abkürzung für „Kirschblütenblick of the Future“. Mittlerweile kann man die Kirschblüten tatsächlich aus dem Fenster sehen.
Und sonst so? Wir haben wieder viele Baustellen, viele Übernachtungsgäste, und mittelfristig wird ein Zimmer frei. Erstmal ist es aber Zwischenlager für den Dachboden, die Baustelle zeigen wir vielleicht mal in einem anderen Blogpost.



Baustofflager vor der Aufräumaktion. Schon ansatzweise sortiert, aber sehr voll.
Für den Januar hatten wir uns verabredet, Platz im Kuhstall freizuräumen. Der Hintergrund: Wir wollen am Hauptgebäude die Geschossdecke zum Dachboden isolieren und das Dach neu decken lassen. Dafür muss alles, was auf dem Dachboden ist, woanders zwischengelagert werden – nämlich im Kuhstall. Der war aber voll: Auf der einen Seite haben wir hier unser Möbellager. Es gibt dort alte Möbel, die wir mit dem Haus übernommen haben, und auch einige von uns mitgebrachte, die noch keinen Platz gefunden haben. Auf der anderen Seite sind Baustoffe: Steine, Lehmputz, Isoliermaterial, Farb- und Maurereimer. Beide Seiten sehr voll und nur mit sportlicher Anstrengung begehbar. Es half also nichts, wir mussten ein paar Ladungen historische Landwirtschaftsgeräte und kaputte Möbel auf den Sperrmüll bringen – obwohl man die bestimmt noch mal restaurieren/gebrauchen könnte.

Zwei Männer und ein Radlader kamen spontan dazu und haben ziemlich was weggerockt – Danke für die Hilfe!

Vorher: Der Gang im Baustofflager – nicht wirklich übersichtlich, und das Durchgehen ist schwierig.

Nachher: Die Baumaterialien sind sinnvoll gelagert, die Eimer in Regalen einsortiert und der Durchgang ist frei.
Im Möbellager ist außerdem eine große Lücke im Boden, angefüllt mit Bauschutt. Hier kam der Radlader zum Einsatz: der Schutt ist jetzt zusammengeschoben und verdichtet, so dass wir einen halbwegs geraden Untergrund haben.

Nachher-Bild vom Möbellager: Wir haben Platz!
Jetzt ist also tatsächlich Platz für das Zwischenlagern der Sachen vom Dachboden. Weil auch in der Bastelküche etwas passieren muss und eines der WG-Zimmer renoviert werden soll, wird das ein ganz schönes Möbel-Tetris dieses Jahr. Gini und Jan überlegen schon, die Zimmer zu wechseln, um zumindest einen Umzug zu sparen.

Der Wegweiser ist schon fertig, aber ein paar Sachen müssen wir noch vorbereiten…
Am Tag des offenen Denkmals ist etwas los in Bodenburg: Ihr könnt hinter die Fassaden der historischen Höfe in Bodenburg schauen, etwas über die alte Bausubstanz erfahren und in ungewöhnlicher Umgebung Zeichnungen, Skulpturen oder Keramik betrachten. Los geht´s um
Um 11:00 geht es los.
Um 11:00 Uhr, 14:00 Uhr und 17:00 Uhr gibt es Hausführungen beim fachwerkhuhn
Um 15:00 Uhr spielt das Rumpelkammertrio
Durchgängig: Kunstausstellung und Druckwerkstatt
Um 18:00 ist schon Feierabend, denn die Hühner müssen früh ins Bett.
Bei uns im Hof gibt es Kaffee, Quiche und Kuchen, in der Lamspringer Str. 1 wird Paella angeboten.