Was ist deine Baustelle? Seminar und Lesung am 10. Juli

Der Sommer ist zurück, und mit ihm auch das Schwalbennest, der Kulturverein, der auf unserem Hof wohnt!

Hier ist der Infotext zur Veranstaltung am 10. Juli:

Im letzten Jahr haben wir nicht nur unsere Leidenschaft fürs Handwerken, sondern auch unsere eigenen, inneren Baustellen entdeckt. Wir bieten die Möglichkeit, an einem Nachmittag an beidem zu arbeiten: im Workshop lernen wir, ganz konkret eine Fachwerkwand mit Lehm zu verputzen. Im zweiten Teil geht es dann mit Psychologe Jan Rose und Archäologin Kerstin Kühne in die Tiefe und wir bauen an uns selbst. Der Spaß am Ausprobieren steht dabei den ganzen Nachmittag im Vordergrund. Am Abend liest Virginia Brunn Auszüge aus ihrem Romanprojekt. 

Die Teilnehmerzahl für den Workshop ist begrenzt, zur Lesung öffnen wir den Hinterhof für ein größeres Publikum und laden zu Rotwein und Quiche.

Es gibt noch ein paar freie Plätze – wir würden uns sehr freuen, wenn ihr vorbeikommt! Zur Lesung könnt ihr auch ohne Voranmeldung vorbeischauen – zumindest bis die dann erlaubte Zahl von Menschen erreicht ist.

Anmeldungen: baustelle@schwalbennest-ev.de

Ergebnisse des Plastikfrei-Versuchs

Jan sitzt in der Küche und beißt in eine Gurke. In der anderen Hand hält er ein Stück Parmesan.
Jan nimmt eine plastikfreie Zwischenmahlzeit ein.

So, geschafft, die Fastenzeit ist vorbei. Teilweise hat es ganz gut geklappt mit dem plastikfreien Einkauf, teilweise war es etwas schwieriger. Hier ein paar Ergebnisse:

Reduktion der Menge an Plastikmüll: Das hat funktioniert. Normalerweise haben wir in der Zeitspanne zwischen zwei Abholterminen drei gelbe Säcke mit „Recycling“-Abfällen produziert. Diese Menge ist jetzt auf einen gelben Sack gesunken. Allerdings nicht sofort, sondern erst jetzt, nach sieben Wochen also. Das lag einfach daran, dass in unseren Vorratsbeständen noch ziemlich viele Plastikverpackungen enthalten waren.

Veränderte Einkaufsgewohnheiten: Wir haben mehr in kleineren Geschäften eingekauft als sonst. (Bioladen, ein italienischer Feinkostladen, den es überraschenderweise in Bad Salzdetfurth gibt und in den ich mich sonst nicht reingetraut hätte, Bäckereien). Die Bäcker spielten nicht nur wegen Brot und Brötchen eine Rolle, sondern auch, weil wir regenbogenbunt verpackte Fesazus durch Gebäck zum Nachmittagskaffe ersetzt haben. Nicht unbedingt gesünder, fürchte ich, hat aber mehr Stil.

Verändertes Essverhalten: Auch hier hat sich tatsächlich was getan: Weniger Süßigkeiten, fast zwei Monate lang gar keine Chips (!), weniger Fertiggerichte. Allerdings haben wir uns sehr über die TK-Erbsenburger und Gemüsestäbchen gefreut, die in einer reinen Pappverpackung im Kühlregal lagen. Wirklich nicht unwichtig: Üblicherweise verursacht eine Grillparty mit Fleischersatzprodukten und vielen Leuten schon ganz alleine einen viertel gelben Sack an Plastikmüll. Schon toll, wenn das ohne geht.

Überraschungen: Die Unternehmen, bei denen wir aktuell viel Werkzeug und Baumaterial und überhaupt Gerümpel bestellen, verpacken sehr unterschiedlich. Teilweise Altpapier, teilweise gar keine unnötige Verpackung, teilweise sogar Pfand-Versandkiste (!). Aber ich habe auch einen wirklich robusten Werkzeugkasten aus Stahl in einer zusätzlichen Plastikfolie geliefert bekommen. Da war mir nicht ganz klar, wovor die Plastikfolie den Stahl im Pappkarton schützen sollte.

Geklärte Fragen: Wirsingkohl ist Lagergemüse (Sólja sagt, man kann ihn in den Keller werfen und ein halbes Jahr liegen lassen, da passiert nix), Salat ein sogenanntes Frischgemüse, also von Natur aus viel, viel weniger haltbar. Daran ändert die Plastikfolie um den Salat allerdings wahrscheinlich auch nichts.

Weiterhin offene Fragen: Tofu, Toilettenpapier, Müsli* und Nudeln sind noch nicht abschließend geklärt.

Fazit: Unser Experiment hat erwartungsgemäß zusätzliche Kosten und zusätzlichen Aufwand verursacht. Der erwünschte Effekt (Reduktion der Menge an Plastikabfall) hat sich eingestellt, was aber länger gedauert hat als wir dachten. Eine Mengenangabe können wir nicht wirklich machen, weil auch Konservendosen aus Metall im gelben Sack gelandet sind (Katzenfutter!). Wir haben ein bisschen gesünder gegessen als sonst, obwohl das gar kein Ziel des Versuchs war. Wir haben uns vorgenommen, einige Dinge beizubehalten (Milch und Joghurt in Pfand, Käse von der Käsetheke), mal sehen inwieweit das klappt mit dem Verfestigen von neuen Gewohnheiten. Und vielleicht kann ich im Alltag ja sogar die Finger von den Chips lassen.

*An dieser Stelle möchte sich Kerstin gerne bei ihren Mitbewohner*innen bedanken, die sich Sorgen gemacht haben, dass es Müsli nur in Plastik gibt und Kerstin dann verhungert und dann bei jeder sich bietenden Gelegenheit Müsli in Papiertüte gekauft haben, so dass der Müslivorrat jetzt eine ganze Weile reicht.**

** Und an derselben Stelle hat Jan sich darüber gewundert, dass „Müsli“ gegendert war, aber das Sternchen diente zur Kennzeichnung der Fußnote.

7 Wochen (fast) ohne Plastik*

*Artikel enthält nicht bezahlte Werbung für Produkte oder Anbieter, die wir gut finden, weil sie ohne Plastikverpackung auskommen

Dieses Jahr haben wir uns für die Fastenzeit gemeinsam etwas vorgenommen: Wir versuchen, nur Sachen ohne Plastikverpackungen einzukaufen. Jetzt aber mal wirklich!

Insgesamt kaufen wir natürlich schon ein bisschen umweltbewusst ein – das dachten wir jedenfalls. Nun fiel aber schon beim ersten Fasten-Wocheneinkauf auf, dass eigentlich alles in Plastik verpackt ist. Ganz besonders Sachen, die wir gerne essen. Da kam dann schnell die erste Diskussion auf: Wie sieht´s aus, wenn es etwas nicht ohne Plastikverpackung gibt? Und wenn wir es wirklich total dringend brauchen? Also, Schokoriegel und Chips zum Beispiel, oder Käse, oder die Zutaten für ein leckeres Dessert? Ergebnis: Entwicklung findet außerhalb der Komfortzone statt, und wir nehmen unseren Versuch ernst. Das heißt: Eventuell noch mal woanders gucken, nachfragen, sich überlegen, ob wir verzichten können. Bei Verstößen gegen die Plastikfrei-Richtlinie muss niemand mit körperlicher Züchtigung rechnen, das Ganze ist schließlich ein Lernprozess. Im Folgenden ein paar Zwischenergebnisse.

Relativ leicht zu kriegen:

  • Toastbrot (durch Weißbrot aus der Bäckerei ersetzt)
  • Schokolade (Göttin sei Dank!)
  • Milch: gibt’s in Glasflaschen, und zwar bei Niehoff´s Hofmolkerei, bei Karin im Bioladen und auch im Supermarkt.
  • Käse: An der Käsetheke auf Nachfrage ohne Plastikfolie, und ebenfalls auf dem Hof bei Niehoff. Mindestabnahme 1 kg, aber da sehe ich kein Problem.
  • Mehl und Zucker – Mehl ist immer in Papier, bei Zucker gibt´s beides. Blöd: Bio-Rohrzucker ist eher in Plastik als in Papier verpackt.
  • Wirsingkohl. Immer plastikfrei!

Schwer zu bekommen:

  • Salat. Den brauchen wir, um Hühner, Kaninchen und Katalin bei Laune zu halten, darum ist Verzicht keine Option. Kein Witz,wir mussten drei Läden abklappern, bis einer seinen Salat zumindest unverpackt in der Auslage hatte.
  • exotische Milchprodukte wie z.B. Buttermilch, die sind irgendwie immer in Plastik
  • Toilettenpapier. Gibt’s zwar ohne, ist aber unglaublich viel teurer. Aktuell haben wir uns nach längerer Recherche und Diskussion für Papier von Goldeimer entschieden, das ist auch in Plastik, fördert aber Toiletten in WC-mäßig unterversorgten Regionen. Es gibt wohl auch welches, bei dem die Verpackung einen hohen Anteil an Recycling-Plastik hat. Ja, die Idee mit dem Weiterverwenden der Zeitung hatten wir auch schon. Nein, wir konnten uns noch nicht dazu durchringen.
  • vegetarischer Fleischersatz. Tofu im Pfandglas scheint noch ein ziemliches Nischenprodukt zu sein. Im lokalen Handel haben wir nichts gefunden, eine orientierende Internetrecherche lässt allerdings hoffen.
  • Müsli. Schon machbar, aber wir müssen entweder im Internet bestellen oder nach Hildesheim zum Unverpackt-Laden fahren. Wenn nicht sowieso ein Termin in der Stadt ansteht, ist das natürlich ökologisch ziemlicher Quatsch.
  • Schokoriegel. Ganz viel von den Sachen, die ich sonst gern mal spontan mitnehme, sind in bunten Plastikverpackungen. Ob es da wohl einen Zusammenhang gibt? Wir backen im Moment ziemlich viel Kuchen.

Merkwürdig:

  • Wirsingkohl ist nie in Plastik verpackt, wirklich niemals, Eisbergsalat praktisch immer. Dabei sehen die fast gleich aus und sind vermutlich auch ungefähr gleich haltbar. Falls jemand mit Kenntnissen im Lebensmittel-Einzelhandel diesen Artikel liest, freuen wir uns über eine Erklärung. Oder ist das einfach so ein kulturelles Ding?
Katalin ist heldinnenhaft extra zur Molkerei geradelt, um Milch und Käse ohne Plastik zu besorgen.

Nachtrag: Gerade hat Gini die Frage aufgeworfen, ob es eigentlich Kondome ohne Plastikverpackung gibt. Tja.

Drumherum und mittendurch – nachhaltige Kulturschnipseljagd

Das ist das tolle Logo für die Schnipseljagd.

Wer den Blog liest oder uns kennt, hat ja wahrscheinlich mitbekommen, dass wir schon seit einiger Zeit mit der Planung für ein Kultur- und Nachhaltigkeitsfestival in Bodenburg beschäftigt waren, zusammen mit den anderen tollen Menschen im Schwalbennest-Verein. Und dann kam uns ein Virus dazwischen, und wir mussten das Festival absagen. Nach dem ersten Schreck haben wir uns aber berappelt und wollen trotzdem schon dieses Jahr etwas auf die Beine stellen. Schließlich haben wir immer noch einen Planeten zu retten, und das geht nur, wenn wir mit Freude bei der Sache sind. Als Ersatz und Probelauf für das Festial veranstalten wir zwei Nachhaltigkeits-Schnipseljagden mit dazugehöriger Abendveranstaltung. Das Ganze haben wir „Drumherum und mittendurch“ genannt. Einen Vorverkauf gibt´s erst mal nicht, aber wer sich einen Platz reservieren möchte, kann das per E-Mail tun. Das wäre vielleicht auch keine dumme Idee, denn derzeit gibt´s ja nicht so irre viel Kultur. Außerdem sind wir schon per Corona-Verordnung auf allerallerhöchstens 250 Leute begrenzt, platzbedingt eher weniger. Hier gibt´s schon mal die wichtigsten Informationen zu den Terminen.

Drumherum….

Samstag, 1. August 2020, 14-21 Uhr, Startpunkt: fachwerkhuhn

An diesem Tag gibt es ab 14:00 bei uns am Tor oder auf dem Hof Kaffee und Kuchen. Anschließend startet die Schnipseljagd – passend zum Thema mit dem Fahrrad*. An fünf Stationen rund um den Ort geht es um das zukunftstaugliche Zusammenleben von Mensch und Natur. Die Stationen werden so gestaltet, dass sie für Kinder und Erwachsene geeignet sind. Abends gibt es dann eine Lesung zum Thema, wer liest ist noch nicht raus.

*Wer keins hat, es nicht mitbringen möchte oder ein E-Bike ausprobieren möchte, kann bei uns eines ausleihen, muss aber vorher bescheidsagen!

So schön ist es um Bodenburg herum!

und mittendurch.

Samstag, 15. August 2020, 14- 21 Uhr, Startpunkt: Garten vor dem Ev.-luth. Gemeindehaus, Pastorengasse 1, Bodenburg

Am 15. August servieren wir Kaffee und Cocktails to go im Pfarrgarten. Danach erkunden wir zu Fuß den Ort. Ziel ist, dass alle eine Idee mitnehmen, wie sie die Zukunft an ihrem Wohnort nachhaltiger machen können. Den Abschluss der Schnipseljagd feiern wir mit einem Konzert im Pfarrgarten. Auch hier steht noch nicht fest, wer auftritt, umständehalber wird wohl in die Richtung Singer-Songwriter gehen. Für nachhaltigen Sound sorgt das wirklich grandiose Sonnensystem. Dankedankedanke M. &T. und Umweltkulturverein Braunschweig!

Arrchivbild: Prototyp eines nachhaltigen Cocktails. Die aktualisierte Version wäre ohne Plastikstrohhalm.

Was aus dem Kikeriki-Festival wird, ist noch nicht raus. Wir haben schon viel Mühe reingesteckt, tolle Künstler*innen kennengelernt – auch welche, von denen wir nicht gedacht hätten, dass sie Lust auf so ein kleines Festival hätten und eigentlich das Programm fertig. Und wir haben total viel Unterstützung von allen möglichen Menschen und Organisatonen bekommen. Mal sehen, wie sich das alles so entwickelt.

Neues im Hühnerstall

Wer in den letzte Monaten zu Besuch war, hat es wahrscheinlich schon gesehen, für die anderen zeigen wir mal ein paar Fotos: Im Verlauf des vergangenen Jahres haben die Hühner eine neue Inneneinrichtung bekommen! Gebaut hat wie üblich überwiegend Kerstin.

Innengehege mit Tiefstreu zum Scharren, Raumteiler, Sitzmöbeln und Verstecken

Das Innegehege hat neue Sitzmöbel und Verstecke bekommen. Die finden die Hühner schon sehr toll, aber die grandioseste Neuerung ist die Tiefstreu. Statt mit Stroh ist der Stall mit Kompost eingestreut. Der erzeugt ein bisschen Wärme, ganz ohne Strom oder fossile Brennstoffe zu verbrauchen, und die darin enthaltenen Bakterien zersetzen den Hühnermist, so dass wir viel weniger ausmisten müssen. Und man kann darin wundervoll nach irgendwelchen Resten und kleinen Insekten scharren!

Die Wand unter dem Fenster ist neu verputzt und gekalkt.

Die mit Kalkfarbe gestrichenen Wände sehen richtig edel aus. Weil Kalkfarbe alkalisch ist, schimmeln sie nicht.

Das neue Lieblingsnest am Außengehege

Versteckt hinter dem Haselnussbusch und hinter einem geblümten Vorhang liegt das wundervolle neue Legenest. Weil es sich zu beiden Seiten öffnen lässt, können wir hier auch eine brütende Henne von den anderen Hühnern abtrennen. Bei gutem Wetter wollen alle Hennen nur noch in dieses Nest, und auch bei den Kaninchen kommt es gut an. Bei Regen bleiben die Damen aber doch lieber in ihrem neugestalteten Innengehege, weil sich die Voliere dann in ein einziges Schlammloch verwandelt.

Es geht voran im Haus

Im letzten Beitrag haben Kerstin und Astrid ja eine ganze Menge zum Kikeriki-Festival geschrieben. Da ist die Webseite übrigens fertig, ihr könnt sie euch jetzt unter kikeriki-festival.de ansehen. Das ist aber nicht das Einzige, womit wir uns in der letzten Zeit beschäftigt haben:

Für den Winter haben wir – schon im Herbst – neue Vorhänge gegen Zugluft für den Flur genäht. Sie sind aus schwerem feuerfesten Stoff und waren darum nicht ganz einfach zu verarbeiten. Wir waren zu dritt mehrere Abende lang beschäftigt! Ich finde, es sieht ein bisschen aus wie im Theater.

Ein roter Vorhang vor der Eingangstür.

Im Hauswirtschaftsraum gibt es seit dem Herbst zwei abschließbare Medikamentenschränke. Obendrüber ist der neue Router – unser Internet läuft jetzt über ein Glasfaserkabel. Das können wir gar nicht voll ausnutzen, weil unser WLAN langsamer ist als die neue Telefonleitung, aber man merkt schon einen Unterschied. Irgendwann demnächst wollen wir noch ein paar LAN-Kabel verlegen, dann wird es in den einzelnen Räumen noch mal schneller. Herzlichen Dank für die Hilfe beim Kabel-Basteln an Volker!

Die Medikamentenschränke im Hauswirtschaftsraum. Das WLAN ist unsichtbar.

Winterfest und Bänderriss

Lukas und Astrid gutgelaunt bei der Arbeit – Heihi-Heiho.

Vor kurzem stand „Winterfest“ im gemeinsamen Kalender. Das ist allerdings keine Feier –  wir haben uns getroffen, um unser altes Haus gemeinsam auf den Winter vorzubereiten. Um es winterfest zu machen war Einiges zu tun: Wir haben vor den Außentüren dicke Vorhänge aufgehängt, den Heizölraum ein bisschen abgedichtet, damit das Heizöl nicht einfriert, den sonst offenen Teil des Hühnerstalls mit Planen verschlossen, damit es nicht so zugig ist und einen Tränkenwärmer und eine Wärmelampe installiert.

Das hält keinen harten Winter mehr aus!

Astrid schleift einen Fensterrahmen.

 

 

 

 

 

 

 

Und wir haben Astrids Fenster neu verkittet und gestrichen. Farbe und Kitt waren in einem so schlechten Zustand, dass sie wahrscheinlich keinen Winter mehr überständen hätten. Wir haben also den Fensterkitt ersetzt und die Rahmen erst abgeschliffen und dann übergestrichen. Dazu haben wir denkmalgerechte Materialien verwendet: Einfachen Fensterkitt aus Kreide und Leinöl und weiße Standölfarbe.

Hier ist der Fensterkitt schon ersetzt.

Bei Astrids Fenstern ist das besonders wichtig, weil es die ältesten Fenster im ganzen Haus sind. Sie stammen wohl noch aus der Zeit, in der das Haus gebaut wurde. Allerdings haben wir an dem einen Wochenende nur die Außenseiten der Fenster geschafft, die Innenseiten müssen bis zum Sommer warten.

 

 

Fast fertig: Lukas und Astrid streichen die Fensterrahmen.

Eigentlich wollte Astrid ihre Baustelle nach dem Wochenende wieder aufräumen. Leider ist sie am Dienstag in der Uni in Hildesheim die Treppe hinuntergefallen und hat sich das Fußgelenk verletzt. Erstmal sah es gar nicht so schlimm aus, aber am Nachmittag war es dann doch geschwollen und sehr schmerzhaft. Mit Hilfe einer Freundin aus dem Nachbardorf ging es ins Bernwardskrankenhaus (Danke nochmal, Dorothea!). Unser Auto war nämlich auf dem Weg nach Braunschweig, um einen Freund zum Bus zu bringen. Ergebnis der Untersuchung: Bänderriss, Astrid war erst mal außer Gefecht und musste in Bodenburg bleiben. Als wir aus dem Krankenhaus zurückkamen, wurden wir schon erwartet: Wir hatten in der ganzen Aufregung einen WG-Besichtigungstermin vergessen. Zum Glück hatte unser derzeitiger Mitbewohner, ein sehr netter Arzt aus Syrien, die Tür aufgemacht und schon mal eine Hausführung improvisiert.

Diese Woche haben sich viele Leute unser Haus angesehen – das Semester fängt an. Eine nette junge Frau hatte auch ein verletztes Fußgelenk und hat sich mit Astrid gut verstanden. Wenn alles gut geht, wird sie wohl übergangsweise bei uns einziehen.

Geteiltes Leid ist halbes Leid, der Liegeplatz ist auch gar nicht so schlecht.

Einladung zum Sommerfest und Tag des offenen Denkmals am 9.9.2018

Ein alter Anhänger mit einem Polster darauf
Das Erste Polster für den Chill-Anhänger ist schon fertig. Vielleicht kann man die Lounge-Liege zum Wochenende schon benutzen.

Dieses Jahr öffnen wir wieder unser Hoftor zum Sommerfest und Tag des offenen Denkmals. Alle Nachbarn, Denkmalinteressierten, Blog-Leserinnen, Nachbarn, Verwandten und Freundinnen sind herzlich eingeladen.  Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns zum Tag des offenen Denkmals besucht! Los geht es um 10:30. Hier ist das Programm:

Kürbissuppe ab 12:00

15:00 Hühnerfütterung

17:00 Konzert mit dem Duo JOJAY (Akustik-Swing-Jazz aus Braunschweig)

Hausführungen, Kaffee, Kuchen und Limonade gibt es durchgängig.

Eventuell werden wir auch noch vorher mit dem Umbau des kleinen Anhängers zur Lounge-Liege fertig, dann könnten wir den auch schon gemeinsam in Betrieb nehmen.

Kuchenspenden und Helfer*innen sind sehr willkommen!

Es geht voran

Kerstin sät Rasen in der Hühnervoliere, im Hintergrund wird die Tür eingebaut.

Heute nachmittag gab es genug Sonne, dass wir uns zusammen mit den Hühnern auf den Hof getraut haben, um weiter am Außengehege zu bauen. Jetzt ist die obere Hälfte der Voliere grün angestrichen, es gibt eine Tür und unter schützenden Gitterrosten ist ein bisschen Gras eingesät. Die Voliere nimmt also langsam weiter Gestalt an. Die Zeit, wo wir wieder auf dem Hof essen können, rückt näher. Im  Moment geht das nicht, man hat immer gleich drei gierige Hühner auf dem Teller sitzen.

Der schüchterne Ifirn steht verlegen auf einem Bein.

Allerdings kommen auch neue Probleme auf uns zu: Unser wunderschöner , schneeweißer und friedlicher Junghahn Ifirn wird von den anderen Hühnern oft vertrieben und hält darum meist einen großen Sicherheitsabstand, besonders zu den anderen Hähnen. Dafür wird die Voliere aber zu klein. Aber vielleicht weiß im Geflügelzuchtverein jemand Rat, für die Zucht braucht man ja auch meistens einen Reservehahn.

Außerdem haben wir ein paar weitere Quadratmeter Hof vom Asphalt befreit. Astrid schreibt sehr fleißig an ihrer Bachelorarbeit, und am Montag zieht ein neuer Mitbewohner ein. Das wird auch ganz abenteuerlich, er spricht nämlich keine einzige Sprache, die wir auch können.

Da fährt man einmal am Wochenende weg…

Diesmal geht es ausnahmsweise mal um unsere Außenstelle in Braunschweig: Wir saßen gerade gemütlich bei Kaffee und Kuchen auf unserem Landsitz* (Astrid hat den Kuchen gebacken, wir haben ihn gegessen), als unsere Mitbewohnerin Asmita aus Braunschweig anrief. „Es tropft im Badezimmer“ sagte sie. Da waren wir erstmal nur mäßig besorgt. Aber dann … schickte sie uns dieses Video.

Es tropfte nicht nur, es lief durch die Decke wie ein Wasserfall! (Na gut, ein kleiner.) Wir waren alle 100 km weit weg, der Vermieter ging nicht ans Telefon…schwierig. Zum Glück hat sich Volker bereit erklärt, sich das ganze anzusehen und Asmita zu unterstützen.  Er ließ also seine Pizza stehen, sprang in den Volvo und fuhr ins Westliche Ringgebiet.

Nach kurzer Lageerkundung und telefonischer Rücksprache kamen wir dann zu dieser Lösung:

Vielen Dank an dieser Stelle an die Berufsfeuerwehr Braunschweig, die die Situation ziemlich schnell in den Griff bekommen hat. Die Feuerwehrleute mussten bei unserem Nachbarn oberhalb gewaltsam die Tür öffnen. Aus seiner Wohnung kam das Wasser, er war aber blöderweise nicht da. Ursache des Problems war ein kaputter Toilettenspülkasten. Profan irgendwie, aber es hat trotzdem gereicht um zwei Wohnungen zu fluten. Ein Glück, dass Asmita zu hause war.

Und vielen, vielen, vielen Dank an Volker!

*“Landsitz“ hört sich soo viel besser an als „renovierungsbedürftiges Fachwerkhaus auf dem Dorf“…