Astrid ist wieder zu Hause!

Seit knapp zwei Wochen bin ich wieder im Lande und am vergangenen Wochenende habe ich das, und den abgeschlossenen Bachelor, mit einigen Freunden gefeiert. Um ihnen einen kleinen Eindruck von Uganda zu verschaffen, habe ich Matooke (Kochbananen) mitgebracht, die ich selbst geerntet hatte. Daraus haben wir dann Katogo, einen Eintopf, gekocht.

Von links nach rechts: großes Messer zum Bananen vom Baum kriegen; eine glückliche Astrid mit ihrer Ernte; gefällter Bananenbaum, der um seine Früchte erleichtert wurde.

Wir haben uns es dann alle zusammen in der Bibliothek gemütlich gemacht und Olivia Thaws, die von Lui auf der Cajon begleitet wurde, gelauscht. Später am Abend kamen dann alle 5 vorhandenen Gitarren und eine Mandoline zum Einsatz, als wir gemeinsam musiziert und gesungen haben.

Am Sonntag haben wir nach einem ausführlichen Frühstück zunächst die Hühner besucht und mit ihnen geknuddelt. Drei der Gäste hatten nämlich davor noch nie ein Huhn auf dem Arm!

Foto von https://www.instagram.com/dendrocopos_major/

Später sind wir mit allen, die über Nacht geblieben waren, zur hiesigen Obstwiese spaziert, um dort uns durch alle Apfelbäume durchzuprobieren und von den guten Äpfel zu pflücken. Durch das grandiose Wetter war das der perfekte Abschluss für ein traumhaftes Wochenende.

Am Ende war mein Körper sehr erschöpft, aber mein Herz dafür um so glücklicher. Vielen Dank, an alle die dabei waren. Es tat sehr gut, euch endlich wieder zu sehen. Und natürlich ein spezielles Danke an Olivia und Lui, die extra aus Berlin angereist sind.

Ein Besuch bei den Batwa

Ein Mutwa (das ist die Einzahl von Batwa) vor seinem selbstgebauten Zelt

Ende Juli habe ich eine kleine Reise in den Südwesten Ugandas unternommen. Dort lebt Menschen, das dringend jede Hilfe benötigt, die sie bekommen können: die Batwa.

Wir haben eine Batwa-Gruppe bei Kisoro besucht und wurden von ihnen herzlich empfangen, mit Umarmungen und einem Lächeln auf den Lippen. Die vielen Fragen, die wir hatten, durften wir alle stellen und haben ausführliche Antworten bekommen.

Seit Jahrhunderten haben sie als Nomaden im Wald des Berges Muhavura gelebt. Als Jäger und Sammler haben sie sich von wilden Kräutern und Honig, Tieren sowie Früchten ernährt. Sie haben in kleinen Höhlen gewohnt und Feuer mithilfe von Feuersteinen gemacht. Anders gesagt, sie kannten sich gut dort aus und wussten, wie sie (über)leben können. Der Wald bat ihnen nicht nur einen Wohnort und Essen, er war auch ein integraler Bestandteil ihrer Kultur und Religion; er war quasi ihr Eigentum.

Bis 1991: Mit dem zunehmenden Gorilla-Tourismus stieg das Potential, Geld aus der Region zu schöpfen. Also beschloss die Regierung, die Batwa unter dem Vorwand, diese würden die Gorillas gefährden, aus ihrer Heimat zu vertreiben. Die Batwa wurden also gezwungen, den Wald zu verlassen. Die Regierung stellte ihnen ein paar Häuser zur Verfügung und versprach, sie würden die Menschen unterstützen. Das, was ich vor Ort gesehen habe und was uns gesagt wurde, erzählt leider eine andere Geschichte.

Heutzutage leben sie in kleineren Gemeinschaften verstreut in der Region. Die Gemeinschaft, die wir besucht haben, hat kleine Hütten gestellt bekommen. Mittlerweile benutzen sie diese auch zum Schlafen, gemeinsam mit ihren Ziegen, Hühnern und Schafen. Andere Gruppen haben nicht so viel Glück und schlafen in selbstgebauten Zelten.

Eine Gruppe von Batwa vor ihrer selbstgebauten Hütte.

Die Batwa haben oft wenig zu essen: Denn Land, auf dem sie etwas anbauen könnten, haben sie nicht und Geld, um es zu kaufen, kaum. Fast niemand möchte ihnen Arbeit geben und wenn doch, dann meist für sehr wenig Geld oder sogar nur gegen Essen. Die Kinder gehen nicht zur Schule, denn dafür müssten sie Schulgeld bezahlen.

Auch an grundlegender medizinischer Versorgung mangelt es: Im Wald konnten sie sich selbst mit Kräutern selbst behandeln, die sie jetzt nicht mehr finden und um von einem Arzt behandelt zu werden, wird Geld benötigt, das sie nicht haben. So können selbst heilbare Krankheiten tödlich verlaufen.

Bis heute haben sie keinerlei Entschädigung bekommen und niemand kümmert sich wirklich um sie, erst recht nicht on offizieller Seite.

Die Batwa, die wir besucht haben. Im Hintergrund sind die Hütten zu sehen, in denen sie wohnen, sowie der Berg Muhavura mit dem Echuya Wald.

Die Menschen sind sehr gewillt, zu lernen und sich in ihre neue Welt zu integrieren. Sie wollen gerne, dass ihre Kinder zur Schule gehen. Das ist der Punkt, an dem SMILE seine Hilfe ansetzen möchte. SMILE (Supporting Minors to Improve Life) ist eine Hilfsorganisation, die mich hier aufgenommen haben und ugandische Kinder mit deutschen Sponsoren zusammenbringt, um den Kindern eine Schulbildung zu ermöglichen.

Gertrude, die Vorsitzende des Vereins, möchte auch Batwa-Kindern zur Schule schicken, um deren Gemeinschaft nachhaltig zu helfen. Für zwei Kinder, einen Junge und ein Mädchen, bezahlt sie derzeit aus eigener Tasche das Schulgeld. Das Mädchen hat gerade Paten bekommen (meine Mutter und mich), aber der Junge benötigt noch jemanden.

Gegen Ende des Besuchs habe ich via Dolmetscher der blinden Großmutter des Mädchens erzählt, dass ich ihre Enkelin sponsorn und ihr das Schulgeld bezahlen möchte. Auf die Nachricht hin fing sie an zu klatschen und war sichtlich erfreut, dass sich jemand um ihre Enkelin kümmert. Ein sehr rührender Moment, der mir noch lange erhalten bleiben wird.

Gertrude (in rotem Pulli) mit zwei Kinden, die ihre Schuluniform tragen
Gertrude mit den beiden Batwa Kindern in ihrer Schule

Ich weiß, solche Spendenaufrufe bekommen viele von euch täglich, aber vielleicht ist ja doch jemand unter euch, der ein paar Euros übrig hat und den Batwa helfen möchte. Oder sogar jemand, der eine Patenschaft übernehmen will? Falls ja, schreibt einfach eine kurze Email an Wolfgang, dem Vorsitzenden des deutschen Partnervereins, unter w. luckscheiter(at)t-online.de

Dinge über mich, die Ugander überraschen

oder auch: Fragen, die mir häufiger mal gestellt werden.

1. „Mzungo!“

Okay, das zählt nur so halb, aber ich höre es sehr oft. Mzungo bezeichnet im Prinzip eine weiße Person und wird daher oft ausgerufen, wenn ich vorbei laufe. Denn dort, wo ich wohne, sind so gut wie keine anderen Weißen. Ich bin also jedes Mal wieder Grund für Aufregung. Man gewöhnt sich daran.

2. „What’s that on your skin?“ („Was ist das da auf deiner Haut?“)

Meine Leberflecke verwirren viele. Die meisten halten sie für Mückenstiche (da diese auf dunkler Haut zu noch dunkleren Stellen führen) und fragen mich besorgt, ob es mir gut ginge. Aber auch meine Pickel haben schon für Verwirrung gesorgt.

3. „Why do your eyes look like that?“ („Warum sehen deine Augen so aus?“)

Das wurde ich von einem der Kinder gefragt. Meine Augen sind hell, aber die Augen von allen anderen, die im Haus rumlaufen, sind dunkel. Die Kleine schien wirklich besorgt, aber ließ sich dann damit beruhigen, dass meine Augen genauso fuktionieren wie ihre.

4. „How do you know English so well?“ („Woher kannst du so gut Englisch?“)

Wurde ich sowohl von Kollegen in der Schule als auch außerhalb gefragt. Weil ich kann doch schon Deutsch und Englisch ist keine Amtssprache, warum also kann ich das so gut? Wofür brauche ich das überhaupt? Ich erkläre dann meistens, dass wir das auch in der Schule lernen und in meinem Fall, dass ich einen Bachelorabschluss in Englisch habe.

5. „You don’t have assemblies? How do you communicate with your students?“ („Ihr habt keine Versammlungen? Aber wie kommuniziert ihr dann mit euren Schülern?“)

Die letzten beiden Fragen sind speziell auf Schule bezogen, da ich hier ein Schulpraktikum mache. In Uganda ist es üblich, mehrmals pro Woche eine Vollversammlung zu haben, in der den Schülern Neuigkeiten gesagt werden, sie über neue Regelungen informiert werden, etc. Sowohl Schüler als auch Lehrer waren ganz schockiert als ich erzählt habe, dass wir sowas in Deutschland nicht haben. Wie nur ist es denn dann möglich, dass wir mit unseren Schülern kommunizieren?? Ein Mysterium.

6. „You mean students can wear whatever they like to school?“ („Du meinst, Schüler dürfen in der Schule anziehen, was sie wollen?“)

Auch üblich in Uganda: Schuluniformen. Die Idee, dass Schüler selbst bestimmen können, was sie in die Schule anziehen, finden die Leute hier absolut unvorstellbar. Am Ende kommen die noch nackt in die Schule!  Oder Frauen in Hosen (was in vielen Schulen hier verboten ist, Frauen müssen Röcke tragen) (ich mag keine Röcke).

Geburtstag auf ugandisch

Heute ist der 24.6., das ist in unserer WG immer ein Tag voller Geburtstage, unter anderem der von Astrid, also von mir. Vor 4 Tagen bin ich nach Uganda gereist, wo ich die nächsten 3 Monate verbringen werde. Und heute habe ich direkt erfahren, wie hier Geburtstag gefeiert wird. Gegen Mittag ist Gertrude, die Hausherrin, mit einigen Leuten im Gepäck heimgekehrt und alle haben angefangen, Essen zu kochen. Zuerst habe ich mitgeholfen, Kartoffeln, die hier „Irish Potatoes“ genannt werden, Karotten und Paprika klein zu schneiden.

Nach einer Weile haben mich ein paar Mädels dann zum Spielen mitgenommen. Wir sind um die Wette gelaufen und sie haben mir gezeigt, welche Pflanzen sie so da haben (z.B. Bananen und Kohl).

Dann sollte ich mich hinsetzen und mir wurden die Augen verbunden. Und dann wurde Geburtstag gefeiert. Hinter mir haben sich die Kinder angeschlichen und mich mit Wasser überschüttet bis ich klatschnass war. Danach durfte ich mich gnädigerweise abtrocknen und umziehen. Denn normalerweise wird das Geburtstagskind von jedem nass gemacht, der im Lauf des Tages vorbeikommt.

Wieder trocken und in frischen Klamotten gab es dann Essen. Es gab Kohl und Posho, was es zu fast jeder Mahlzeit gibt. Außerdem gab es noch Spagetti und selbst gemachte Pommes zur Feier des Tages. Zum Nachtisch gab es ganz viel Kuchen, Ananas (die ich leider aufgrund meines Magens nicht essen konnte) und selbst gemachte Bananenchips.

Alles in allem, ein sehr aufregender Tag mit so einigen Überraschungen. Denn zu guter Letzt übergab Gertrude mir ein kleines Geschenk, das meine liebe WG schon im Mai hier hergeschickt hatte. Vielen lieben Dank nochmal an euch, ihr hättet mich fast zum Heulen gebracht 😉 Und natürlich auch vielen Dank an alle, die mir auch gratuliert haben.

Ansonsten ist es sehr schön hier, wenn auch vieles sehr anders ist. Es gibt zum Beispiel aktuell kein fließendes Wasser, da die Wasserpumpe kaputt ist. Aber ich lerne, mich hier zurecht zu finden und lerne sogar ein paar Brocken Luganda, die Sprache, die viele hier sprechen. Sehr aufregend alles.

Scheunenflohmarkt am Pfingstmontag – ein kleiner Bericht

Der Flohmarkt liegt nun schon fast eine Woche zurück, und jetzt ist endlich das Wochenende, das wir alle eigentlich schon nach dem Pfingsten gebraucht hätten um uns zu erholen. Die Anstrengung hat sich allerdings gelohnt:

Wir haben mehr Geld eingenommen, als der Einkauf vorm Wochenende gekostet hat.
Für Chancen durch Lernen für Uganda e.V. sind immerhin 70 Euro Spenden durch Kaffee und Kuchen zusammengekommen.
Wir hatten eine ziemlich perfekte Menge Kuchen und Nudelsalat über. (Lukas musste sich ein paar Tage kein Essen für die Arbeit vorbereiten.)
Die Scheune ist jetzt viel ordentlicher, das Hühnergehege ist einer Überdachung wieder ein Stück näher und der alte Pferdestall… Naja, der steht voller Schrott, nachdem er so schön leergeräumt war. Aber immerhin sortiert!

Die Vorbereitungen laufen

Und nicht zuletzt war der Pfingstmontag wirklich schön. Das Wetter war ein Traum, unser Sonnensegel wäre nur beinahe weggeflogen.
Es war wirklich herrlich zu sehen, wie sich Leute über Flohmarktzeug aus der Scheune gefreut haben. (Hier eine kurze Erinnerung: bei uns erworbene Hexenbesen sind nicht für den öffentlichen Flugverkehr ausserhalb des eigenen Grundstückes zugelassen, für eventuelle Flugunfälle und Sachschäden übernehmen wir keine Haftung.)
Kaffee und Kuchen haben den Menschen geschmeckt, und gewisse kleine Mädchen haben dafür gesorgt, dass auch die Hühner den ganzen Tag fürstlich versorgt waren.
Das hätten wir ohne unsere tollen Helfer und Kuchen-Mitbringer nicht geschafft. Ein Glück, dass wir so viele nette Leute kennen. Und denk mal einer an, wir lernen sogar noch neue kennen. Einer von unseren Helfern hat sich nämlich einfach so für unseren Newsletter angemeldet, um mehrere Tage in Folge bis dato fremden Leuten beim Räumen, Vorbereiten und Verkaufen zu helfen. Vielen, vielen Dank dafür!

Scheunenflohmarkt am Pfingstmontag

… aber alles andere schon!

Unter diesem Motto veranstalten wir am Pfingstmontag, 21.5.2018, einen Scheunenflohmarkt. Wir wollen unsere Scheune und das Haus ein bisschen leeren, deswegen gibt es bei uns viel landwirtschaftliche Deko zu kaufen. Dank Freunden und Verwandten können wir unser Angebotsspektrum zum Flohmarkt erweitern: unter anderem um Kinderkleidung, Spielzeug und Kunst von Heeae Yang aus Korea

Außerdem sind die Produkte aus unserem Dawanda-Shop (https://de.dawanda.com/shop/fachwerkhuhn) vor Ort zu erwerben.
Dazu gibt es Kaffee und Kuchen gegen eine Spende an Chancen durch Lernen in Uganda e.V. Dieser Verein ermöglicht es elternlosen Kindern in Uganda, die Schule zu besuchen. Dafür sind sie auf Spenden und Patenschaften angewiesen. Mit euren Spenden wollen wir den Verein bei seiner Arbeit unterstützen. Mehr über die Arbeit von Chancen durch Lernen in Uganda e.V. wird es bald auf dem Blog hier zu lesen geben, wenn Astrid nächsten Monat nach Uganda fährt.

Der Beginn des Flohmarktes ist um 10 Uhr und das Ende ist auf 17 Uhr angesetzt. Kommt gerne vorbei, bringt noch ein paar Leute mit, stöbert durch unsere Sachen und genießt das ein oder andere Stück Kuchen. Wir freuen uns auf euch!

Geburtstage und Hühner

Dieses Wochenende hatten wir viel Besuch, denn Jan und Lukas haben ihre Geburtstag zusammen (nach)gefeiert.  Am Sonntag haben wir dann eine Besprechung gemacht, diesmal mit Unterstützung von Hahn Solo. Und wie im Hintergrund zu sehen ist, hat der neue Hühnerstall endlich ein Netz. Der Stall war ungefähr 5 Minuten vor Beginn der Party fertig. So haben die Hühner doch keine Pizza mehr abbekommen. Jetzt fehlt nur noch das Dach.

Müllvermeidung 101

Eines unserer langfristigen Ziele ist es, umweltfreundlicher zu leben, beispielsweise dadurch, dass wir unseren Müll reduzieren wollen. Manche Leute machen das recht extrem, das nennt sich dann „zero waste“ (deutsch: null Abfall bzw. Verschwendung). So weit wollen wir dann doch nicht gehen, aber mittlerweile haben wir uns ein paar Tricks angeeignet, mit denen wir unseren Müllberg ein bisschen verkleinern. Genau diese wollen wir in diesem Post mit euch teilen. Und zwar welche, die ihr ganz einfach ohne viel Aufwand nachmachen könnt.

Essen:

  1. Plastikverpackungen. Beim Kauf von Obst und Gemüse gibt es oft Produkte, die bereits in Plastik verpackt sind. Wenn die Möglichkeit besteht, ist es viel besser, zu den losen Produkten zu greifen. Und dafür muss man dann nichtmal die Plastikbeutelchen, die direkt daneben hängen, nehmen. Oft kann man die Paprika oder Orangen einfach so mitnehmen oder aber in eine eigene Tasche packen. Womit wir beim zweiten Punkt wären.
  2. Einkaufstaschen. Ich denke, das ist ein Punkt den viele schon befolgen, der Vollständigkeit halber möchte ich ihn trotzdem erwähnen. Nehmt eure eigenen Tüten, Rucksäcke, Körbe zum Einkauf mit. Profitipp: Besorgt euch ein paar zusammenfaltbare Tragetaschen und packt sie zu eurer Standardausrüstung in eure Tasche. Taschen kann man immer gut gebrauchen.
  3. Kaffee. Besorgt euch euren eigenen To-Go Becher. Es gibt so viele verschiedene, ob aus Bambus (so einen hat Jan) oder doch eher Thermos (das ist meiner). Ich habe meinen fast immer dabei, vor allem im Winter, meist gefüllt mit Tee. Und bei manche Kaffeeläden bekommt man sogar Rabatt wenn man den eigenen Becher dabei hat.
  4. Getränke. Auch ein Klassiker, aber immer noch wichtig und gut. Eine eigene Wasserflasche ist, zumindest für mich, ein Muss. Hier gibt es auch viele verschiedene Varianten, z.B. aus Hartplastik oder Edelstahl. Wer auf Trinkhalme nicht verzichten möchte, kann gerne Modelle aus Glas oder Edelstahl verwenden.
  5. Verpackungen. Allgemein gilt, Plastikverpackungen meiden, wo es geht. Jogurt, Milch, Suppen und vieles mehr gibt es in Gläsern zu kaufen, was viel umweltfreundlicher ist.

Hygiene

  1. Duschen. Duschgel und Shampoo sind recht einfach packungsfrei zu erwerben. Statt Duschgel oder Flüssigseife kann man einfach ein Stück Seife nehmen. Für Shampoo gibt es festes Shampoo zu kaufen. Sowohl vom Aussehen als auch von der Handhabung wie Seife. Nur eben für die Haare. Ich kaufe meine bei Lush, aber in vielen Bio-Läden und Reformhäusern gibt es auch eine gute Auswahl.
  2. Periode. Tampons oder Binde? Produziert beides Müll, kostet, ist aus Plastik und kann Toxisches Schocksyndrom auslösen. Was frau stattdessen verwenden kann? Menstruationstassen und Stoffbinden. Ich benutze meine Tasse seit knapp 2 Jahren und würde sie nie mehr hergeben. Klar, das kostet ein bisschen mehr als eine Packung Tampons, aber das hat man finanziell recht schnell wieder drin. Inzwischen sind sie sogar in den einschlägigen Drogerien zu finden.
  3. Zähne putzen. Handzahnbürsten bestehen so gut wie nur aus Plastik. Der Kopf, der Griff: Plastik. Als Alternative dazu gibt es Bambuszahnbürsten. Die Borsten bestehen zwar auch aus Plastik, dafür ist der Stiel komplett kompostierbar.

Wer sich mehr für das Thema interessiert, kann mal bei folgenden Websiten anfangen: Lauren Singer, Bea Johnson (beide auf Englisch), Milena Glimbovski.

Die angegebenen Links sind übrigens alle zu Produkten, die wir selbst benutzen und für gut befunden haben.

Weltfrauentag

Heute am 8. März ist Weltfrauen*tag oder, wie er auch gennant wird, Frauen*kampftag. In vielen Städten gibt es heute Demonstrationen gegen Diskriminierung von Frauen, denn leider gibt es das immer noch. Auch in Braunschweig wird demonstriert, Jan und Astrid werden vor Ort sein und im Namen der Fachwerkhühner mitdemonstrieren. Für mehr Feminismus und gegen jegliche Formen von Sexismus!

So jetzt muss ich aber los, damit ich noch rechtzeitig zur Demo da bin.

(Warum da Frauen* steht? Weil alle Frauen gemeint sind. Egal, welche Genitalien sie haben oder auch nicht.)

Fund in der Scheune

Wenn man in einem alten Fachwerkhaus wohnt, findet man immer wieder tolle Sachen. Beispielsweise einen Jahresband einer Zeitschrift. Oder eine alte Gewehrpatrone. Aus Russland.

Aber fangen wir mal von vorne an. Im Dezember gab es den lebendigen Adventskalender in Bodenburg, das heißt für eine halbe Stunde kamen Nachbarn und Bekannte zu Besuch, um gemeinsam Punsch zu trinken, zu singen und eine Geschichte zu hören. Diesmal sollte das Ganze bei uns stattfinden. Dafür musste die Durchfahrt aufgeräumt und der Schrott, der dort noch war, zur Deponie gefahren werden. Und wenn man sowieso schon zur Deponie fährt, kann man ja noch mehr mitnehmen. Also sind Jan und Lukas mit diversem Schrott und Flüssigkeiten aus der Scheune, die wir nicht zuordnen konnten, zur Mülldeponie gefahren. Auch mit dabei: eine Papprolle, beschriftet mit „Dynamit“, und eine alte Patrone. Das wollten die auf der Deponie lieber nicht haben. Jan und Lukas sollten das doch bitte bei der Polizei abgeben.

Gesagt, getan, fuhren die beiden zur Polizeiwache, wo sie angaben, eine Stange Dynamit und eine Patrone im Auto zu haben. Ein (rauchender!) Kollege nahm das Ganze dann genauer unter die Lupe. Das Ergebnis? Das Dynamit war nur ein Sylvesterböller. Die Patrone hingegen war echt, russisch, geschätzte 60 Jahre alt. Wir haben zwar vermutet, dass Herr Philipps ein Gewehr hatte, sind aber bis dato davon ausgegangen, dass er hier in  der Gegend ein bisschen gejagt hat, aber wieso mit russischer Munition? Die Patrone stammt vermutlich aus dem zweiten Weltkrieg, aber wie sie in unsere Scheune gekommen ist, bleibt uns ein Rätsel.

[Hier sollte eigentlich ein Bild der Patrone hin. Nur haben wir leider vorher keins gemacht und jetzt ist die Patrone weg. Naja, stellt euch einfach vor, hier wäre so ein Bild.]