Es beginnt (ein aufregendes Wochenende)

… na, dann unterschreiben wir mal schnell den Kaufvertrag, und das Haus ist unser!

Am Freitag war der Termin beim Notar in Hildesheim, und als erstes hat unser grüner Twingo beim Versuch, auf der Autobahn einen Laster zu überholen, angefangen zu stottern und zu hüpfen. Aaah! Gott sei Dank waren wir nahe genug an Braunschweig und so gut in der Zeit, dass wir schnell in die Stadt fahren, das Auto von einem Freund borgen und noch gerade pünktlich beim Notar aufschlagen konnten.

Dort haben wir uns dann alle im Notarzimmer zusammengedrängt: zwei Käufer, die Verkäuferin und ihr Sohn, zwei interessierte Eltern, eine Rechtsanwaltsgehilfin, der Notar. Feierliche Angelegenheit.

In Bezug auf Hauskauf und Notartermine sind wir absolute Laien, aber doch ziemlich sicher, dass der Notar den Vertrag schonmal gelesen haben sollte, bevor er ihn beurkundet, und auch nicht so Sachen sagen wie: „Da ist ja noch ein Vorkaufsrecht drauf. Da hätte man sich ja mal drum kümmern müssen.“ oder „Wie, denkmalgeschützte Häuser brauchen keinen Energieausweis bei Verkauf? Das ist mir neu!“.

Man hätte es ahnen können, denn bereits im Vorfeld schien es an einigen Stellen zu haken… wir wollten gerne den Kaufvertrag ein wenig im Voraus haben, wegen eventueller Änderungen. Schließlich bekamen wir ihn nach mehrmaligem Drängeln fünf Arbeitstage vor Unterschrift zugemailt – allerdings den falschen, auf dem eine Reihe von Ländereien aufgelistet waren und nicht das Haus, was wir eigentlich wollten. Emails und Anrufe mit Änderungswünschen und Fragen (z.B. „Was ist eigentlich mit dem Vorkaufsrecht?“) blieben weitgehend unbeantwortet. Und anscheinend, so unser Eindruck beim Notartermin, auch ungelesen.

Also alles sehr holperig, aber dann doch geschafft! Allerdings würden wir beim nächsten Hauskauf einen anderen Notar nehmen.

Blick in die BäumeUnd dann, am Samstag, sind wir mit dem Zug von Braunschweig nach Bodenburg gefahren und haben im Gutspark gepicknickt, im Gras gelegen und in die Sonne geblinzelt.

Nachmittags haben wir uns mit der Verkäuferin im Haus getroffen, sie hat uns noch einmal herumgeführt und viel zum Haus und seinen Bewohnern erzählt. Es war schön, die Vorbesitzer ein wenig besser kennen zu lernen.

Und gerade wird in Bodenburg ein Film gedreht! Im Rahmen eines Projektsemesters der Uni Hildesheim entsteht ein Film aus fünf Episoden (hier ist die Webseite dazu). Für viele davon bildet Bodenburg die Kulisse. Und, wir zoomen näher heran: unser Haus. Anfang Juni wird für drei Tage in ein paar Räumen gedreht. Ich habe mich bereit erklärt, für das Essen zu sorgen. Auch aufregend!

 

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