Extreme-Mausering

Unser Huhn Donatella sieht ganz zerrupft ausDas zerrupfte Häuflein Elend, das da hinter Malle und Else steht, ist Donatella. Sie ist dieses Mal spät dran mit der Mauser, aber dafür macht sie es richtig und mausert gleich alles. Da sieht man mal wieder wie wenig Huhn unter dem prachtvollen Gefieder übrig bleibt. Sie kriegt auch neue Schwanzfedern und sieht ein ganzes Stück kürzer aus. Aber es wächst schon wieder. Und sie wird mit jeder Mauser ein bisschen dunkler.

Donatellas federloser Po.

Yes we Kanin!

Ein schwarzes Zwergkaninchen mit Hängeohren untersucht die Tür zum HühnergehegeDas  ist Houdini. Auf der falschen Seite des Zauns. Tadaah! (Die Hühner applaudieren.) Eigentlich heißt sie Floppy (wegen der niedlichen Hängeohren), aber ich habe in der WG eine Umbenennungskampagne gestartet, aus oben ersichtlichem Grund: Die beiden Kaninchen Floppy und Ylva stammen von einer Freundin, und ich habe sie übernommen, damit sie – ganz unkompliziert – bei den Hühnern mit wohnen können.

Nur, dass sie regelmäßig keine Lust mehr haben, bei den Hühnern zu wohnen, und dann guckt man aus dem Küchenfenster und es bietet sich einem folgende Idylle: ein niedliches schwarzes Kaninchen mit Hängeohren sitzt mitten auf dem Hof und knabbert an den Astern. Und wir wissen schon wieder nicht, wie sie es raus aus dem Hühnergehege geschafft hat!

Dadurch, dass es ein komplett umbauter Hof ist, kommen sie ja nicht weit und spätestens morgens wenn es Futter gibt, sind sie wieder im Gehege. Nachmittags hoppeln sie auch ganz gerne mal in den Innenstall der Hühner und fressen ihnen ein paar Körner weg. Dafür finden die Hühner die Kaninchen-Nippel-Tränke viel toller als ihre eigene Stülptränke und bedienen sich dort. Und beide (Hühner und Kaninchen) stehen auf Möhren und zarte Haferflocken. Win-win.

Allerdings erklären wir uns den alten Zauberer-holt-Kaninchen-aus-Zylinder-Trick inzwischen so: das Kaninchen kann zaubern, nicht der Zauberer!

Astrid ist wieder zu Hause!

Seit knapp zwei Wochen bin ich wieder im Lande und am vergangenen Wochenende habe ich das, und den abgeschlossenen Bachelor, mit einigen Freunden gefeiert. Um ihnen einen kleinen Eindruck von Uganda zu verschaffen, habe ich Matooke (Kochbananen) mitgebracht, die ich selbst geerntet hatte. Daraus haben wir dann Katogo, einen Eintopf, gekocht.

Von links nach rechts: großes Messer zum Bananen vom Baum kriegen; eine glückliche Astrid mit ihrer Ernte; gefällter Bananenbaum, der um seine Früchte erleichtert wurde.

Wir haben uns es dann alle zusammen in der Bibliothek gemütlich gemacht und Olivia Thaws, die von Lui auf der Cajon begleitet wurde, gelauscht. Später am Abend kamen dann alle 5 vorhandenen Gitarren und eine Mandoline zum Einsatz, als wir gemeinsam musiziert und gesungen haben.

Am Sonntag haben wir nach einem ausführlichen Frühstück zunächst die Hühner besucht und mit ihnen geknuddelt. Drei der Gäste hatten nämlich davor noch nie ein Huhn auf dem Arm!

Foto von https://www.instagram.com/dendrocopos_major/

Später sind wir mit allen, die über Nacht geblieben waren, zur hiesigen Obstwiese spaziert, um dort uns durch alle Apfelbäume durchzuprobieren und von den guten Äpfel zu pflücken. Durch das grandiose Wetter war das der perfekte Abschluss für ein traumhaftes Wochenende.

Am Ende war mein Körper sehr erschöpft, aber mein Herz dafür um so glücklicher. Vielen Dank, an alle die dabei waren. Es tat sehr gut, euch endlich wieder zu sehen. Und natürlich ein spezielles Danke an Olivia und Lui, die extra aus Berlin angereist sind.

Liebe Nachbarn,

eine erfreuliche Nachricht: Paul, unser laut und ausdauernd krähender Hahn, ist umgezogen!

Jan hat unseren Hahn Paul auf dem Arm.
Jan guckt traurig, weil Paul gleich umzieht.

Wir haben schon eine Weile darüber nachgedacht: es gibt ja auch noch den Hahn Ifirn, und zwei Hähne sind ein bisschen viel für acht Hennen. Zumal sie sich beim Krähen immer gegenseitig aufgeschaukelt haben, und Paul Ifirn jeden Tag quer durchs Gehege gejagt hat.

Nachdem Paul dann vor ein paar Tagen Ifirn so niedergemacht hat, dass der in Schockstarre gefallen ist, hat Paul nun beim Gartencop ein neues Zuhause. Und hat sich dort auch gleich mit den beiden anderen Hähnen angelegt 😀

Paul legt sich mit dem Gartencop-Hahn an.
Diese beiden Mini-Velociraptoren sind, hinten, Paul, und vorne, der Chef-Hahn vom Gartencop.

Bei uns ist jetzt erstmal Ruhe, zumal Ifirn so eingeschüchtert ist, dass er seit ein paar Tagen gar nicht mehr kräht. Wir hoffen, er erholt sich wieder; und hoffen auch, dass er ein weniger ausdauernder Kräher als Paul ist.

Ein gewitternasser und blutender Ifirn.

Hühner und Hänger

Von den fünf Traktoranhängern, die wir mit dem Haus zusammen gekauft haben, haben wir drei inzwischen verkauft. Das hier ist der kleinste, der noch übrig geblieben ist (es gibt noch einen sehr großen mit einem platten Reifen, falls jemand Interesse hat…), und wir haben jetzt rausgefunden, dass er perfekt ist zum Abhängen. Er kriegt jetzt noch ein paar Polster und Kissen, und fertig ist der Chillinger!

Das Foto ist auch ein Suchbild für ein kleines schwarzes Huhn, das mitchillt. Manchmal chillen die Ex-Küken auch näher dran:

Sie sind ziemlich zahm und sehr neugierig und fangen nun auch schon an, die Blumen zu vernichten, die ich pflanzen konnte, nachdem die großen Hühner eingesperrt wurden.

Wir suchen jetzt also Abnehmer für vier zahme kleine Soda-Hühner: ein weißes, ein graues, ein hellbraunes, ein schwarzes und einen kleinen schwarzen Hahn (der sicherlich noch bunter wird). Vielleicht kennt jemand jemanden?

Ein hellbraunes und ein schwarzes Küken klettern auf Ziegelsteinen

Küken!

Küken am FutternapfEric hat tapfer durchgehalten beim Brüten (am Anfang mussten wir sie sogar einmal am Tag vom Nest heben, damit sie wenigstens ein Schnellpflegeprogramm von Essen-Staubbad-Ausschütteln durchläuft), und aus den acht Eiern sind fünf Küken geschlüpft! Drei Eier hat sie vorher selbst aussortiert.

Nun gibt es zwei gelbe, zwei schwarz-weiße und ein graues Küken. Es war erstaunlich schwer, fünf wuselnde Küken und eine engagierte Glucke aufs Foto zu bekommen, aber hier zeigt Eric ihnen, wie man ein ordentliches Staubbad nimmt:

Eric nimmt ein Staubbad und die Küken gucken zu

Leb wohl, Hahn Solo!

Hahn Solo, als er noch jung war.Unser erster Hahn, Hahn Solo, ist heute gestorben.

Er konnte schön krähen und war ein sehr zahmer und freundlicher Hahn.

Aber in der letzten Zeit ging es ihm sehr schlecht. Er hatte Schmerzen, konnte nicht mehr laufen und stehen und musste im Haus schlafen, weit weg von den anderen Hühnern.

Jetzt tut ihm nichts mehr weh. Wir hoffen, dass er es bei uns schön hatte.

Leb wohl, Hahn Solo!

Kerstin, Astrid, Lukas, Jan und die Hühner

Slartibartfass, Donnatella, Eric, Putme, Hades, Ifirn, Paul, Else, Mallorca und Leia

Geburtstage und Hühner

Dieses Wochenende hatten wir viel Besuch, denn Jan und Lukas haben ihre Geburtstag zusammen (nach)gefeiert.  Am Sonntag haben wir dann eine Besprechung gemacht, diesmal mit Unterstützung von Hahn Solo. Und wie im Hintergrund zu sehen ist, hat der neue Hühnerstall endlich ein Netz. Der Stall war ungefähr 5 Minuten vor Beginn der Party fertig. So haben die Hühner doch keine Pizza mehr abbekommen. Jetzt fehlt nur noch das Dach.

Es geht voran

Kerstin sät Rasen in der Hühnervoliere, im Hintergrund wird die Tür eingebaut.

Heute nachmittag gab es genug Sonne, dass wir uns zusammen mit den Hühnern auf den Hof getraut haben, um weiter am Außengehege zu bauen. Jetzt ist die obere Hälfte der Voliere grün angestrichen, es gibt eine Tür und unter schützenden Gitterrosten ist ein bisschen Gras eingesät. Die Voliere nimmt also langsam weiter Gestalt an. Die Zeit, wo wir wieder auf dem Hof essen können, rückt näher. Im  Moment geht das nicht, man hat immer gleich drei gierige Hühner auf dem Teller sitzen.

Der schüchterne Ifirn steht verlegen auf einem Bein.

Allerdings kommen auch neue Probleme auf uns zu: Unser wunderschöner , schneeweißer und friedlicher Junghahn Ifirn wird von den anderen Hühnern oft vertrieben und hält darum meist einen großen Sicherheitsabstand, besonders zu den anderen Hähnen. Dafür wird die Voliere aber zu klein. Aber vielleicht weiß im Geflügelzuchtverein jemand Rat, für die Zucht braucht man ja auch meistens einen Reservehahn.

Außerdem haben wir ein paar weitere Quadratmeter Hof vom Asphalt befreit. Astrid schreibt sehr fleißig an ihrer Bachelorarbeit, und am Montag zieht ein neuer Mitbewohner ein. Das wird auch ganz abenteuerlich, er spricht nämlich keine einzige Sprache, die wir auch können.